Diakonie-Krankenhaus Harz GmbH

Geschäftsführer: Martin Montowski, Reinhard Holmer

Brockenstr. 1
38875 Oberharz am Brocken OT Elbingerode (Harz)

Telefon (039454) 82000
Telefax (039454) 82303

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.diako-harz.de

 

Das Diakonie-Krankenhaus Elbingerode ist eine kombinierte Klinik (Akut- und Rehabereich) mit dem Schwerpunkt in der Behandlung abhängigkeitskranker Menschen. Als diakonisches Krankenhaus hat es sich zum Auftrag gemacht, menschenwürdige und sachkompetente Nächstenhilfe zu leisten, wobei neben einer multiprofessionellen Behandlung und Betreuung geistliche, seelsorgerliche und soziale Angebote wichtig sind. Mit 224 Betten und ca. 250 Mitarbeitern ist es zugleich einer der größten Arbeitgeber der Region. Neben dem Krankenhausstandort in Elbingerode gehören zu dem Therapieverbund Sucht noch weitere Einrichtungen in Wernigerode, Blankenburg und Rübeland. Sie bilden eine beispielhafte Therapiekette in der Versorgung Abhängigkeitskranker – von der Suchtberatung über die Behandlung bis hin zur Nachsorge in Betreuten Wohneinrichtungen. Alle Einrichtungen stehen in starker Vernetzung zueinander. Innere Medizin

  • Diagnostik – vorstationär, stationär, nachstationär
  • Grundversorgung akuter und chronischer innerer Krankheiten
  • qualifizierte Entgiftungen von Abhängigkeitskranken mit motivierender und therapeutischer Hilfe

Psychiatrie (Sucht)

  • Krisenbehandlungen
  • Motivationstherapie
    Besonderheiten: u. a. tägliche gruppentherapeutische Sitzungen, einzeltherapeutische Gespräche, Patienten- und Angehörigenschulungen, Ergo- und Sporttherapie, Sozialsprechstunden
  • Behandlung zusätzlicher psychischer Störungen
  • Angeschlossene psychiatrische Institutsambulanz (Sucht)

Psychotherapeutische Medizin - Stationär, Tagesklinik, Ambulanz

  • Behandlung psychosomatischer und neurotischer Störungen, Menschen in Sinnkrisen und nach extremen Belastungssituationen (Verlusterfahrung, Gewalterfahrung, sexueller Missbrauch)
  • integratives psychotherapeutisches Konzept mit folgenden Hauptsäulen:
    • Tiefenpsychologisch fundierte dynamische Gruppentherapie mit täglichen Gruppengesprächen
    • körperliche Ebene: Körper-Wahrnehmungsübungen, kommunikative Bewegungstherapie, Entspannungsverfahren, regulative und aktive Musiktherapie, täglich Gymnastik, Sport, Schwimmen; körperliche Konditionierung.
    • kreativ-gestalterische Ebene und Arbeits-Therapie.
    • spirituelle Ebene (Logotherapie, Meditationen)
    • Methoden aus der Verhaltenstherapie, wie Training sozialer Kompetenzen, kognitive Verhaltenstherapie bei Depressionen und Angststörungen sowie Desensibilisierung

Rehabilitationsklinik für Abhängigkeitserkrankungen

  • Indikationen: Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängigkeit bei Frauen und Männern, zusätzliche Mehrfachabhängigkeit
  • Therapieansatz: Beziehungsarbeit in 3 Phasen (Suchtbearbeitung, Persönlichkeitsarbeit und Außenorientierung) im Sinne der psychoanalytisch interaktionellen Methodik mit Integration anderer therapeutischer Methoden je nach individueller Problemlage
    Therapieinhalte:
    • medizinische Behandlung der körperlichen Störungen
    • Information und Orientierung
    • Gruppen- und Einzelgesprächstherapie
    • Sport- und Entspannungstherapie
    • Arbeitstherapie
    • Beratung der Angehörigen
    • Absicherung der Nachsorge, einschließlich evt. notwendiger sozialer Regelungen.

Pflegeverbund

  • Tagespflege für Senioren
  • Kurzzeitpflege
  • Häusliche Pflege

Therapieverbund Sucht

  • Präventionsfachstelle, Wernigerode
  • Ambulante Beratungs- und Behandlungsstelle, Wernigerode und Blankenburg
  • Tagesstätte für Menschen mit wesentlich seelischen und mehrfachen Behinderungen, Wernigerode
  • Betreutes Wohnen für Suchtkranke, Wernigerode
  • Therapeutisches Wohngemeinschaft, Blankenburg
  • Wohnheim „Gut Heiligenstock“, Rübeland

 


Aktuelle Meldungen

Herz in Gefahr – Arzt wird von Zuhörern mit vielen Fragen bestürmt / Über 80 Besucher beim Vortrag im Diakoniekrankenhaus / Spezielle Sportgruppe nimmt ihre Tätigkeit auf

(25.11.2012)

Elbingerode (bfa) Auf Blutdruck achten, Ausdauersportarten betreiben und mit dem Rauchen aufhören – das waren die wichtigsten Tipps, die Dr. Hans-Jürgen Wiesenack am Mittwoch zahlreichen Besuchern mit auf den Weg gab.   
Über 80 Harzer ab etwa 45 Jahren aufwärts hatten das Forum des Diakonie-Krankenhauses im Rahmen der Herzwochen in Deutschland genutzt, um sich über Aktuelles zur Vorbeugung von Herzleiden zu informieren. Unter dem Thema „Herzinfarkt Lebensgefahr“ informierte Wiesenack über die Krankheit. Er empfiehlt u. a. Schwimmen, Laufen, und Radfahren (sofern ärztlich erlaubt). Auch eine Lebensweise mit eher leichter, mediterraner Kost sei gut fürs Herz, so der Mediziner.    Schon im Vortrag stellten die Besucher immer wieder Fragen. Danach gab es eine Warteschlange für Einzelgespräche. „Es ging um individuelle Probleme der Betroffenen“, so Dr. Wiesenack auf Nachfrage. Er zeigte sich erstaunt und erfreut über den großen Zuspruch zu der Veranstaltung. Das zeige ein wachsendes Interesse der Menschen an der Gesunderhaltung. Nun gelte es für die Betroffenen, die Hinweise im alltäglichen Lebensstil bei der Ernährung, Stressbewältigung und eben durch Sport zu beherzigen. Dazu gibt es auch einen neuen Ansatz. Im Vorfeld des Vortrags trafen sich Betroffene erstmals in einer speziellen Herzsportgruppe. Die Treffs werden nun fortgesetzt.

Bild: Viel Zulauf beim Vortrag in Elbingerode zum Thema Herz in Gefahr.

Volksstimme Wernigerode, 24.11.2012

 

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Häuslicher Pflegedienst vom Diakonie-Krankenhaus erhält Bestnote - Medizinischer Dienst der Krankenkassen bewertet Leistung mit 1,0 / Landesdurchschnitt liegt bei 1,5

(02.11.2012)

Elbingerode (bfa) Der Häusliche Pflegedienst am Diakoniekrankenhaus Harz in ‍Elbingerode ist Spitze.   
Das bescheinigt dem Team um Leiterin Irina Schönfeld nun der Medizinische Dienst der Krankenkassen nach einer umfangreichen Transparenzprüfung in den vergangenen Wochen.   
In allen begutachteten Bereichen konnte bei der jährlich stattfindenden Prüfung diesmal die Bestnote von 1,0 erreicht werden. Der Landesdurchschnitt in der Bewertung der ambulanten Pflegedienste in Sachsen-Anhalt liegt laut Diakoniekrankenhaus bei 1,5.   
Mit Freude und Stolz nahmen Irina Schönfeld, Kathleen Heyder, Julia Parankeniks und ihre Kollegen das hervorragende Ergebnis entgegen. Die Leitung des Dienstes war gerade erneuert worden, und so war die Spannung vor der Prüfung besonders groß gewesen. Die Begutachtung erwies sich dann aber sogar als angenehm. „Es war ein kollegialer Dialog auf Augenhöhe“, so Schönfeld.   
Der Häusliche Pflegedienst ist mit Tagespflege und Kurzzeitpflege Bestandteil des Pflegeverbundes am Diakonie-Krankenhaus Harz in ‍El‍‍bingerode. Die Prüfungen gelten als wichtiges Instrument zur Qualitätssicherung im Bereich der ambulanten und stationären Altenpflege. „Alle Einrichtungen in Deutschland werden einmal jährlich dieser Überprüfung unterzogen“, erläutert Krankenhaus-Sprecher Matthias Schüler dazu.   
Bewertet werden die pflegerischen Leistungen von der Verordnung bis zur Organisation und Ausführung. Auch eine Befragung von Pflegedienstnutzern gehört dazu.   
Die guten Noten seien vor allem durch eine Steigerung der pflegerischen Leistungen gegenüber 2011 durch die Einführung der sogenannten Bezugspflege erreicht worden, so Schüler weiter. „Bei diesem System hat jeder Klient eine Schwester als Ansprechpartnerin.“ Das Team nehme die Bestnote als Bestätigung ihrer Leistung und sehe es zugleich als Auftrag, so Matthias Schüler mit Berufung auf das Pflegeteam, den hohen Qualitätsstandard nun zu halten und auszubauen.

Bild: Pflegeteam in Elbingerode, von links: Kathrin Seifert, Julia Parakeninks, Kathleen Heyder und (davor) Nadin Heyder sowie Claudia Wisch, Michael Schneider, Irina Schönfeld. Foto: privat

Volksstimme Wernigerode, 01.11.2012

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Situation der Kinder von Suchtkranken

(19.10.2012)

Elbingerode (im) Der Situation von Kindern aus suchtkranken Familien widmet sich ein Fortbildungsabend. Er wird am Donnerstag, dem 25. Oktober, ab 17 Uhr im Diakonie-Krankenhaus ‍Elbingerode angeboten wird. Die Veranstaltung steht unter dem Titel „Scham macht krank – vergessenen Kindern eine Stimme geben“. Initiator ist die Präventionsfachstelle in der Psychosozialen Beratungs- und Behandlungsstelle Wernigerode. Sie wird unterstützt durch die Mitarbeiter der Klinik, das Jugendamt der Kreisverwaltung, den Verein MiLest, den Paritätischen Wohlfahrtsverband, Beratungsstelle Wernigerode-Blankenburg und das Kinderheim Kreuzberg in Wernigerode.
Laut Veranstalter leben in Deutschland heute mehr als 2,6 Millionen Kinder mit suchtkranken Eltern unter einem Dach. Fast jedes sechste von ihnen kommt aus einer suchtkranken Familie. Kinder suchtkranker Eltern sind die größte bekannte Risikogruppe – die Gefahr, selbst zu erkranken, ist sechs Mal so hoch wie bei Altersgefährten aus nichtsüchtigen Familien. Etwa ein Drittel der Betroffenen wird als Erwachsener selbst abhängig; ein Drittel entwickelt psychische oder soziale Störungen. Das letzte Drittel kommt – scheinbar – ohne sichtliche Schädigungen aus. Viele von ihnen kämpfen jedoch mit Depressionen, Ängsten und psychosomatischen Störungen. Kinder von suchtkranken Eltern haben die Neigung, sich selbst wieder einen abhängigen Partner zu suchen.

Volksstimme Wernigerode, 18.10.2012

Politiker in Kirche und auf Gut Heiligenstock begrüßt - Besuche bei Sommertour in ‍Elbingerode

(01.09.2012)

Elbingerode (bfa) Beeindruckt von der Sanierung der Stadtkirche und der Betreuung seelisch Behinderter auf Gut Heiligenstock des Diakonie-Krankenhauses sind die Bundestagsabgeordnete Heike Brehmer und Landtagsmitglied Angela Gorr (beide CDU).   
Die Politikerinnen besuchten auf ihrer Sommertour durch den Wahlkreis gemeinsam mit Vertretern der Region beide Einrichtungen und wurden über den Stand der Arbeit informiert. An der Kirche wurden das Dach und die Fassade saniert, stehe nun die Erneuerung des Inneren vom Kirchenschiff an. Es sei gut, so Brehmer, dass der Bund die Arbeiten mit 40000 Euro Fördergeld unterstützt. Auch die Arbeiten an der Jugendscheune durch die Jugendlichen selbst kämen voran.   
Im Gut Heiligenstock lobte Angela Gorr das „beeindruckende Engagement der Mitarbeiter“ für die im dortigen Wohnheim untergebrachten Bedürftigen. „Die hohe Qualität der suchtmedizinischen Betreuung im Diakonie-Krankenhaus ‍Elbin‍‍gerode ist bemerkenswert und wird über die Landesgrenzen hinaus geschätzt“, so Heike Brehmer bei dem Besuch.

Volksstimme Wernigerode, 31.08.2012

Wieder Bestnoten für Diakonie-Krankenhaus - Rehaklinik in ‍Elbingerode erhält erneut Zertifikat für Transparenz und Qualität / erste Auszeichnung 2003

(18.05.2012)

Elbingerode 240 Seiten stark war der Fragenkatalog an die Mitarbeiter des Diakonie-Krankenhauses ‍Elbingerode. Per Selbstbewertung sollten die standardisierten Abläufe im Klinkalltag an der Brockenstraße dokumentiert werden. Der Aufwand hat sich gelohnt, stellte Pressesprecher Matthias Schüler fest: „Das Diakonie-Krankenhaus hat erneut das begehrte KTQ-Zertifikat erhalten.“   
Der Fragebogen der Bundes arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) hatte den Fokus auf die Rehaklinik in ‍Elbingerode gesetzt. Seit mehr als einem Jahr hatten dort die Vorbereitungen auf die Zertifizierung angedauert. Ab September ist für alle Rehakliniken im Bundesgebiet eine nachgewiesene Zertifizierung Pflicht.   
Nach der Abgabe der Unterlagen folgte Schritt zwei des Verfahrens. Drei ausgebildete Prüfer der Gesellschaft QMS Cert hatten den Krankenhaus-Betrieb unter die Lupe genommen und binnen drei Tagen Rundgänge absolviert. Mit mehr als 40 Mitarbeitern aller Berufsgruppen waren Prüfungsgespräche geführt worden.   
Letztlich zeigten sich die Visitatoren genannten Prüfer zufrieden mit dem Klinikalltag in ‍Elbingerode und vergaben das KTQ-Zertifikat für Transparenz und Qualität im Krankenhaus. Als erste Klinik in Sachsen-Anhalt hatte die Einrichtung in ‍Elbin‍‍gerode 2003 schon einmal diese Prüfung bestanden.

Bild: Drei unabhängige Qualitätsprüfer haben die Mitarbeiter der Rehaklinik des Diakonie-Krankenhauses Elbingerode in Einzelgesprächen kennengelernt und die Klinik anschließend mit dem KTQ-Zertifikat ausgezeichnet. Foto: privat

Von Michael Pieper, Volksstimme Wernigerode, 18.05.2012

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„Der Mensch ist für Bewegung geschaffen“ / Therapeutin in ‍Elbingerode nutzt „Tag der Rückengesundheit“ zu Hinweis auf Gefahren und aktuelle Hilfsangebote

(17.03.2012)
Elbingerode Es ist ein Mittwochabend, 18 Uhr, Sporthalle im Diakonie-Krankenhaus: Patienten üben unter fachlicher Leitung verschiedene Bewegungen, lockern und dehnen Muskeln, manch einer kommt ins Schwitzen ...   
Das sei auch gewollt und gesund, wenn es unter fachlicher Anleitung passiere, sagt Isolde Marquordt vom Team der Physiotherapeuten im Diakionie-Krankenaus. Der am Mittwoch begangene „Tag der Rückengesundheit“ ist für sie Anlass, mit Nachdruck auf dieses Problem hinzuweisen. „Häufigste Ursachen für Rückenschmerzen sind Bewegungsmangel, Überlastung durch falsches oder zu schweres Heben, auch die Überlastung der Psyche“, so die Fachfrau. Allein im Diakoniekrankenhaus turnen derzeit fünf Gruppen quasi gegen die Rückenprobleme an. Auch in Fitnesseinrichtungen und manchen Arztpraxen würden Betrof fene Hilfe finden, so Marquordt, um das richtige Bewegen, Heben, Sitzen, Liegen zu lernen.
„Der Mensch braucht Bewegung, möglichst in unterschiedlichen For men, dafür ist er geschaffen“, sagt sie. Er brauche sie im Einklang mit einer insgesamt gesunden Lebensweise. Soll heißen: Nicht nur am Tag der Rückengesundheit.


Bild: Physiotherapeut Stefan Brenz mit den Frauen einer der Trainingsgruppen bei der Rückenschule in Elbingerode. Foto: Matthias Schüler

Von Burkhard Falkner , Volksstimme Wernigerode, 16.03.2012

 

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Hilfe, wenn die Sucht in der Familie umgeht / Diakonie-Krankenhaus mit Aktionswoche

(10.02.2012)

Elbingerode (bfa) „Schuld- und Schamgefühle machen krank, betroffene Kinder leiden.“   
Das ist der Ansatz für die Arbeit mit suchtkranken Erwachsenen und Kindern. Es ist zugleich dieser Tage ein Anlass für das Team der Rehabilitationsklinik im Diakonie-Krankenhaus Harz, eine bundesweite Aktionswoche zu unterstützen.   
Vom 11. bis 18. Februar kümmern sich bei dieser Aktion unter der Schirmherrschaft der Schauspielerin Katrin Sass zahlreiche Fachleute gezielt um Familien oder Alleinerziehende, in denen eine Sucht die Lebensqualität zunichte macht und vor allem Kindern die Zukunft erschwert oder gar ganz genommen wird.   
„Ein Drittel dieser Kinder aus Suchtfamililen wird im Erwachsenenalter selbst stofflich abhängig, ein weiteres Drittel entwickelt psychische oder soziale Störungen“, so Pressesprecher Matthias Schüler aus dem Diakonie-Krankenhaus Harz in ‍Elbin‍‍gerode und Claudia Bierski von der Fachstelle für Suchtprävention in Wernigerode. Beide Institutio nen unterstützen die bundesweite Aktion, stehen mit Beratung und Hilfe zur Verfügung.   
„Statistiken zufolge leiden in Deutschland mehr als 2,6 Millionen Kinder unter einem Suchtproblem ihrer Eltern“, informiert Schüler. Auch in der Region gebe es etliche Fälle, Zahlen wurden nicht genannt. Kinder von suchtkranken Müttern werden in ‍El‍‍bingerode aber schon länger betreut, während die Erwachsenen sich einer Therapie unterziehen.
Die Tendenz solcher Suchterkrankungen in Familien, so war zu erfahren, gilt als steigend. Oft auch, weil nicht rechtzeitig Hilfe gesucht wird. Eine hohe Dunkelziffer wird vermutet. Zu oft werde Hilfe aus Scham oder falscher Scheu nicht in Anspruch genommen. Betroffene Eltern und Kinder können sich in der Degenerstaße 8 in Wernigerode, über Telefon (0 39 43) 26 16 60, melden. Ebenso auch über: diako-harz.de

Volksstimme Wernigerode, 09.02.2012

Vortrag zum Thema „Schmerz lass nach“

(01.02.2012)

Elbingerode (bfa) Zum ersten Themenabend aus der Reihe „Themen im Gespräch - Akademie Regional“ in diesem Jahr wird im Mutterhaus morgen um 19.30 Uhr eingeladen. Chefärztin Dr. Ulrike Birth, Abteilung Psychosomatik und Psychotherapie im Diakonie-Krankenhaus, referiert zum Thema „Schmerz lass nach“ und gibt Impulse zum Umgang mit chronischen Schmerzen. Hintergrund: Zirka 13 Millionen Menschen in Deutschland leiden daran. Schmerzen gelten heute als eigenständiges Krankheitsbild. Der Vortrag geht morgen der Frage nach, welchen Einfluss die Psyche auf Entstehung, Intensität und Dauer von Schmerzen hat und welche Möglichkeiten es gibt, den Schmerz zu verringern, ohne Schmerzmittel einzunehmen. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zum Gespräch. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

Bild: Dr. Ulrike Birth

Volksstimme Wernigerode, 31.01.2012

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„Schmerz lass nach“ heißt der neue Vortrag

(21.01.2012)

Elbingerode (bfa) „Schmerz lass nach – Impulse zum Umgang mit chronischen Schmerzen“ – So heißt der neue und nächste Vortrag in der Reihe „Akademie Regional“ der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig in Zusammenarbeit mit dem Diakonie-Krankenhaus Harz in Elbingerode.
Zu dem Vortrag wird am Mittwoch, 1. Februar, um 19.30 Uhr ins Diakonissen-Mutterhaus in Elbingerode eingeladen. Organisation und Leitung obliegen der Regionalen Studienleiterin, Pfarrerin Dr. Antje Labahn aus Stiege. Sie will mit der Reihe „Themen im Gespräch – Akademie Regional“ vor allem Angebote machen, die informieren und den Menschen auch direkte Hilfe geben können.
Nach Fragen des Verhältnisses von Seele und Körper geht es diesmal um Schmerzbewältigung. Referentin ist Dr. Ulrike Birth, Chefärztin der Abteilung „Psychosomatik & Psychotherapie“ im Diakonie-Krankenhaus Harz. Interessenten sind herzlich willkommen.

Volksstimme Wernigerode, 20.01.2012

Doktor im Dauertelefonat gegen zu hohen Blutdruck – für Sport und Einnahmetreue: Bundesweite Aktion „Herz unter Druck“ mit Fragen und Antworten auch in ‍Elbingerode beendet

(03.12.2011)
Elbingerode Sportliche Betätigung, Einnahmetreue bei Medikamenten und Medikamenteneinstellung sowie gesunde Ernährung - das waren die drei Hauptthemen am Bluthochdruck-Beratungstelefon am Mittwoch im Diakonie-Krankenhaus.   
Drei Stunden lang saß Oberarzt Dr. Hans-Jürgen Wiesenack für die Bürger am mobilen „Rohr“ und zeigte sich überrascht. „Die Anrufe kamen Schlag auf Schlag, eine Frau meinte, sie habe bald eine halbe Stunde gebraucht, um durchzukommen“, resümiert der Facharzt für Innere Medizin seinen Telefoneinsatz für die Mittwoch zu Ende gegangenen „Herzwochen“ der Deutschen Herzstiftung. Die Aktion hatte das Motto „Herz unter Druck“.   
Wie viele Anrufer es genau waren, hat der Mediziner gar nicht zählen können. „Etwa 15“ sagt er, „Frauen und Männer gleichermaßen, ab 50 aufwärts, der älteste Anrufer war 86.“ Gefragt wurde vielfach zu Medikamenten und deren Wirkung. Dr. Wiesenacks Rat: „Wenn Medikamente verschrieben sind, dann nicht eigenmächtig absetzen, wenn es einem gut geht, wie ein Anrufer sagte“, rät der Arzt, und: „Einnahmetreue ist sehr wichtig!“. Eine Veränderung der Medikation sollte nur unter Einbeziehung des Hausarztes vorgenommen werden.
Etliche Anrufer fragten auch zum Thema Sport. „Die Ausdauersportarten wie Laufen oder Walking, Schwimmen oder Radfahren sind auf jeden Fall gut“, so der Oberarzt. Auch der Besuch unter Anleitung im Fitnessstudio könne helfen. Sein Rat hier: „Fünfmal die Woche 30 Minuten sportliches Training sind optimal, zweimal die Woche auch noch gut.“ Bei grenzwertigen Blutdruckwerten könne durch körperliches Training durchaus eine Verbesserung erreicht werden.    Aber auch die richtige Ernährung kann den Blutdruck senken, so der Mediziner weiter. So sollte salzarm gegessen und auf das Gewicht geachtet werden.   
Wenn jemand übergewichtig ist, was auch auf Anrufer zutraf, dann bedeute eine Abnahme von etwa zehn Kilo Körpergewicht zugleich eine Senkung des Bluthochdrucks um 10 bis sogar 15 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg). Da könnte schon mal eine Tablette eingespart werden, aber nur nach Rücksprache mit dem Arzt. Rauchen oder übermäßiger Alkoholgenuss fördern die Krankheit Bluthochdruck, auch das war Thema am Telefon, so Dr. Wiesenack. Bluthochdruck sollte nicht auf die sprichwörtliche leichte Schulter genommen werden, legte der Mediziner allen An rufern in dem dreistündigen Dauertelefonat am Mittwoch nahe.   
„Um Folgeerkrankungen wie Herz- und Nierenschäden, Schlaganfälle bis hin zu Augenproblemen zu vermeiden, muss der Blutdruck gut eingestellt sein. Auch eine regelmäßige augenärztliche Kontrolle ist zu empfehlen“, so der Oberharzt im Diakonie-Krankenhaus in ‍Elbingerode.   
Gefragt wurde in der Aktion natürlich auch mehrfach, wann der Blutdruck eigentlich normal ist. Dr. Hans-Jürgen Wiesenack dazu: „Unter 140 zu 90 mmHg, bei Diabetikern etwas weniger, so unter 130 zu 90.“


Bild: Am Beratungstelefon in Sachen Bluthochdruck: Die Anrufe bei Dr. Hans-Jürgen Wiesenack im Diakonie-Krankenhaus Elbingerode rissen am Mittwoch drei Stunden lang nicht ab. Foto: B. Falkner

Von Burkhard Falkner, Volksstimme Wernigerode, 02.12.2011

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Telefon-Aktion „Herz unter Druck“ in ‍Elbingerode: Deutsche Herzstiftung will Menschen sensibilisieren / Beratungsangebot für jedermann

(29.11.2011)

‍Elbingerode (bfa) Deutschlandweit wird dieser Tage auf Gefahren und vorbeugendes Verhalten in Sachen Bluthochdruck hingewiesen. So auch in ‍Elbingerode.   
Dort berät im Diakonie-Krankenhaus am Mittwoch, 30. November, Oberarzt Dr. Hans-Jürgen Wiesenack, Facharzt für Innere Medizin, am Beratungstelefon interessierte Harzer. Die Initiative gehört zur Kampagne „Herz unter Druck“ der Deutschen Herzstiftung für die bundesweite Bekämpfung von Bluthochdruck.   
„Deutschlandweit ist Bluthochdruck eine der häufigsten Krankheiten und zählt zu den Risikofaktoren für Schlaganfälle, die jährlich bis zu 250000 Mal auftreten“, informiert Matthias Schüler vom Gut Heiligenstock. Oft würden die Symptome nicht erkannt, gingen Betroffene auch erst zu spät zum Arzt.   
Noch bis Mittwoch dauert die Beratungsaktion und hat das Ziel, eine breite Öffentlichkeit für „ihr Herz“ zu sensibilisieren, über die Folgen des Bluthochdrucks zu informieren und zur kontinuierlichen Blutdruckmessung zu motivieren. Wer fragen dazu hat – das Telefon wird Mittwoch von 13 bis 16 Uhr freigeschaltet, Nummer: (0 39 34 54) 8 24 20

Bild: Dr. Hans Jürgen Wiesenack beantwortet am Mittwoch Fragen.

Volksstimme Wernigerode, 28.11.2011

 

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Jennifer Kragl lernt Gesundheits- und Krankenpflegerin im Krankenhaus Elbingerode

(10.11.2011)
Elbingerode „Da würde mir ja schlecht werden“ – diesen und ähnliche Kommentare hört Jennifer Kragl von ihren Freunden oft. Grund dafür ist der Ausbildungsberuf der 21-Jährigen: Sie lernt Gesundheits- und Krankenpflege im Diakonie-Krankenhaus Harz in Elbingerode – mittlerweile im zweiten Ausbildungsjahr. „Und ich würde mich immer wieder für den Beruf entscheiden“, verkündet die Derenburgerin.   
Im ersten Lehrjahr steht der Bereich Grundpflege auf dem Lehrplan. „Für viele ist die Vorstelllung abschreckend, andere Menschen zu waschen“, weiß die junge Frau, „dabei ist es doch ein gutes Gefühl, gebraucht zu werden.“ Ivonne Bligenthal, Bereichsleiterin für die stationäre Pflege, ergänzt: „Und man kriegt auch viel von den Patienten zurück.“   
Im zweiten Jahr kommt dann laut Ausbildungsplan die Krankenlehre hinzu. „Und das macht mir am meisten Spaß“, so die 21-Jährige. Die Azubis erlernen die verschiedenen Krankheitsbilder, legen Infusionen und verabreichen Medikamente. Sie setzen Elektrokardiogramme, auch als EKG bekannt, und legen Katheter. Das dritte Abschlussjahr dient der Prüfungsvorbereitung.   
Eigeninitiative ist in dem Beruf gefragt. Deshalb hat Jennifer Kragl die Verantwortung für ein Zimmer, in dem zwei Patienten untergebracht sind, übertragen bekommen. „Um die Beiden kümmere ich mich den ganzen Tag“, sagt die Derenburgerin. Eine Aufgabe, die sie nicht missen möchte – „immerhin wächst man ja bekanntlich mit seinen Aufgaben“.   
Eine Übernahme nach der Ausbildung ist möglich. „Wir können auch schon sagen: Willkommen im Fachkräftemangel“, gesteht Ivonne Bligenthal. Deshalb werde versucht, jeden Azubi an das Klinikum durch zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten zu binden. Sei es Fachkrankenschwester für Psychiatrie, Diabetis-Beratung oder ein Studium zum Pflegemanagement – in der Krankenpflege sind da kaum Grenzen gesetzt.   
Wer sich für den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflege entscheidet, muss wohl oder übel, im Schichtsystem arbeiten. „Das hat zwar seine Vor- und Nachteile. Ist aber nichts für jeden“, so Ivonne Bligenthal. Deshalb sollten sich Interessierte schon vor der Bewerbung damit auseinandersetzen.   
„Das ist auch ein Aspekt, der im Vorstellungsgespräch angesprochen wird“, so die Mitarbeiterin weiter. Außerdem würde auch nach den negativen Seiten des Krankenpflegerberufes gefragt werden, ergänzt Klaus Harsing. Der Pflegedienstleiter weiß: „Viele haben Idealvorstellungen und werden dann von der Realität böse überrascht.“  
Jeder Mitarbeiter kommt früher oder später mit dem Tod in Berührung. „Man wird sich wohl ewig an den ersten toten Patienten erinnern“, weiß Jennifer Kragl. Das einschneidende Erlebnis hat die Derenburgerin bereits hinter sich – und damals wusste sie zunächst nicht, wie sie mit dem Tod umgehen soll. „Nun weiß ich: Man muss einfach darüber reden und es nicht in sich hineinfressen.“ Der Tod gehört einfach zum Beruf dazu.


Bild: Jennifer Kragl bei ihrer täglichen Arbeit: Neben Pflege gehört auch der Medizinische Bereich zu ihren Aufgaben. Foto: Ragna Iser

Von Ragna Iser, Volksstimme Wernigerode, 09.11.2011

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„Eine Suchtkrankheit kommt selten allein“ - Fachtagung zu Glücksspielsucht

(19.10.2011)

Wernigerode/Elbingerode (jmü).  „Pathologisches Glücksspiel“ stand im Mittelpunkt eines Fachtages, zu dem der Landeskoordinator des Projektes „Glücksspielsucht in Sachsen Anhalt“, Marcel Christoph, sowie die Mitarbeiter der Psychosozialen Beratungs- und Behandlungsstelle Wernigerode in der vergangenen Woche eingeladen hatten. Gastgeber war das Diakonie-Krankenhaus Harz in ‍Elbingerode.
„Eine Suchterkrankung kommt selten allein“, erklärte dabei Gabriele Oehme aus der Suchtberatung Wernigerode. „Dieser Satz hat auch für die Glücksspielsucht Bedeutung. Nicht selten wird sie von einer oder mehreren weiteren Erkrankungen begleitet oder tritt als zusätzliches Problem zu einer Grunderkrankung auf“, so die Expertin.   
Auf dem Fachtag wurde sehr anschaulich beschrieben, welche Unterschiede zwischen stoffgebundenen Abhängigkeiten und dem pathologischen Glücksspielverhalten bestehen und wie die auftretenden Begleiterkrankungen bei pathologischen Glücksspielern behandelt werden. Rund 100 Teilnehmer aus Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen, Sachsen und Bayern verfolgten mit großer Aufmerksamkeit die drei Fachvorträge zum Thema.   
„Aus meiner Sicht waren die Fachvorträge inhaltlich sehr gut miteinander abgestimmt und ich konnte viele praktische Impulse für meine Arbeit mitnehmen. Besonders der Erfahrungsaustausch in den Pausen sowie die sehr gute Versorgung haben zu einer tollen Atmosphäre beigetragen“, lobte Ilona Gocht vom Oskar Kämmer Bildungswerk die Veranstaltung.   
Zum Ende der Tagung nutzten viele Besucher die Möglichkeit, das Diakonie-Krankenhaus zu besichtigen.

Bild: Sucht-Therapeut Dietmar Kemmann (links) und der Psychologe Dr. Volker Premper mit Gästen im Gespräch. Foto: privat

Volksstimme Wernigerode, 18.10.2011

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Neue Verantwortungen und Freiräume

(20.05.2011)

Was passiert eigentlich, wenn eine ganze Ausbildungsklasse für Gesundheits- und Krankenpflege eine Station im Harz-Klinikum übernimmt? Fragen wir doch ein paar Patienten.   

„Wie empfanden Sie die Betreuung und Pflege durch die Auszubildenden?“   

Die Meinungen waren einstimmig. „Der Ausbildungsstand der Schüler ist gut, alle sind fleißig und sehen die Arbeit!“ Oder aber: „Die Betreuung war überaus liebenswürdig, sehr freundlich und korrekt, hilfsbereit und zuvorkommend!“    Einige der Patienten waren auch der Ansicht, dass wir eine spürbare Entlastung für die Schwestern und Pfleger waren und den Stationsablauf reibungslos weiterführen konnten. Gerade in der heutigen Zeit, wo Stress und Hektik den Pflegealltag beeinflussen.   

Über die lieben Komplimente und das Feedback freuen wir, die Schüler des Ausbildungsjahres 2008 der Krankenpflegeschule des Harz-Klinikums Wernigerode-Blankenburg GmbH und des Diakonie Krankenhaus Harz GmbH in ‍Elbingerode, uns sehr. Auch wir haben die drei Tage genossen, in denen wir die Stationen C4 am Standort Wernigerode und die Innere Station in ‍Elbingerode gänzlich übernommen haben. In ‍Elbin‍‍gerode war es zudem das erste Mal, dass ein solches Projekt veranstaltet wurde, wobei im Harz-Klinikum auf Erfahrungen aus vergangenen Jahren zurückgegriffen werden konnte.   

Alle Aufgaben, die in den Pflegebereich fallen, gingen in unsere Obhut über und wurden von uns mit aller Anstrengung ausgeführt. Die neue Verantortung und den Freiraum durften wir unter den Augen des erfahrenen Pflegepersonals austesten und einen eigenen Arbeitsstil entwickeln. Uns hat die Zeit viel Spaß gemacht, wir konnten uns persönlich weiterentwickeln und Kompetenzen vertiefen.   

Wir bedanken uns vielmals bei den Schwestern und Pflegern der Stationen, unseren Lehrern und den Praxisanleitern, die diese Tage ermöglicht haben, und bei den Patienten, die sich von uns haben pflegen lassen und uns ohne Argwohn gegenüber standen.   

Die Schüler des Ausbildungsjahres 2008, Krankenpflegeschule des Harz-Klinikums und des Diakonie Krankenhaus Harz GmbH in ‍Elbingerode

 

Bild. Die Krankenpflegeschüler des Ausbildungsjahrgangs 2008: (vorn von links) Julia Kippschock, Anne Kummer, Linda Scheel, Franziska Wiedener, Anke Soltau, Stefan Ramme; (hinten von links) Anika Ratke, Philipp Stein bach, Isabelle Reulecke, Evelyne Warnthal, Sven Korzonnek, Sandra Sattler, Domenica Maekler, Janett Poppe, Annika Mai, Anne Menzel, Miriam Knopf, Anne Münch, Carolin Klingner. Foto: privat

Volksstimme Wernigerode, 19.04.2011

 

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Erste Verträge für Bürgerarbeit im Kreis im Diakonie-Krankenhaus unterzeichnet

(03.04.2011)

Mit der Unterzeichnung erster Verträge für Bürgerarbeit gestern in Elbingerode fi nden Arbeitsuchende auf neue Art Beschäftigung. 70 Stellen sind für Stadt Oberharz, 80 für Stadt Blankenburg geplant. Harzer Volksstimme stellt zwei der Bürgerarbeiterinnen vor.     

Elbingerode. Erste Arbeitsverträge für Bürgerarbeit im Harzkreis wurden gestern im Diakonie-Krankenhaus Harz in Elbingerode unterzeichnet.   

Die Spitzen von Krankenhaus und Kommunaler Beschäftigungsagentur (KoBa) besiegelten die Schaffung von insgesamt 13 Stellen für Bürgerarbeiter/innen. Sie sollen in den nächsten drei Jahren in verschiedenen Bereichen das Krankenhauspersonal durch zusätzliche Betreuungs- und Begleitdienste unterstützen und so zusätzliche Freizeitangebote für Patienten schaffen.   

So werden zum Beispiel Kitty Mahnke und Verena Krauß mit den Senioren in der Tagespflege basteln, singen und spazieren gehen, gemeinsam Zeitung lesen und die Patienten zum Arzt begleiten. Beide treten damit in ein versicherungspfl ichtiges Arbeitsverhältnis für drei Jahre ein. Die KoBa stellte beide gestern vor.   

Verena Krauß (55) etwa galt für ihren Beruf als Reiseverkehrskauffrau als zu alt, hieß es erläuternd. 2006 habe sie ihren letzten „richtigen Job“ auf der Landesgartenschau in Wernigerode gehabt, seitdem aber nur noch Absagen. Die Hände in den Schoß legen wollte Frau Krauß jedoch nicht, sondern sie engagierte sich ehrenamtlich als Betreuerin für ältere Mitmenschen und setzte sich auch als Heimfürsprecherin schon mehrere Jahre lang für die Belange der Patienten im   Diakonie-Krankenhaus ein.   

Kitty Mahnke (41) ist seit neun Jahren auf Jobsuche. Die gelernte Textilreinigerin engagierte sich nach einer Umschulung zur Altenpfl egerin ehrenamtlich in diesem Bereich. „Als ich hörte, dass es mit der Bürgerarbeit klappt, bin ich Ver   waltungsleiter Herrn Harsing um den Hals gefallen“, gibt sie unumwunden zu.   

Mit dem Startschuss gestern im Krankenhaus Elbingerode soll die Stadt Oberharz allein nun insgesamt 70 Bürgerarbeitsplätze bei kommunalen Trägern und Vereinen erhalten, informierte die KoBa. In Blankenburg, so hieß es weiter, sollen ab August sogar 80 Stellen eingerichtet werden.

Bei diesen Stellen handele es sich „auf keinen Fall“ um Konkurrenz zum ersten Arbeitsmarkt, betont Corina Reinhardt, Ansprechpartnerin für Bürgerarbeit bei der KoBa:    „Die Beschäftigung muss freiwillige kommunale Aufgaben unterstützen und im Rahmen zusätzlicher Aufgaben liegen. Tätigkeiten, die diesen Anspruch nicht erfüllen, sind auch nicht förderfähig.“ In Modellregionen seien bereits gute Erfahrungen gesammelt wor   den, hieß es weiter. Danach habe die Arbeitslosigkeit durch Bürgerarbeit um rund 50 Prozent gesenkt werden können.   

„Man kann die Bürgerarbeit auch als Pilotphase für die Schaffung von echten Arbeitsplätzen bei zusätzlichen Angeboten sehen“, erläuterte KoBa-Chef Dirk Michelmann gestern und betonte weiter: „Befragte Arbeitgeber bestätigen die Erfahrung, dass nicht wenige Mitarbeiter verschiedener Bereiche ihre heutigen ,festen Stellen‘ nach einer ganz ähnlichen, vorher befristeten Arbeitsmarktaktivität erhalten haben. Bürgerarbeit ist deshalb eine Chance, Arbeitgeber kennenzulernen und sich zu beweisen.“  

Bild: Startschuss für Bürgerarbeit in Elbingerode, von links: Corina Reinhardt, Kitty Mahnke, Verena Krauß, Klaus Harsing, Karin Seigert und Christian Wisch.   Foto: privat

Volksstimme Wernigerode, 02.04.2010

Foto zu Meldung: Erste Verträge für Bürgerarbeit im Kreis im Diakonie-Krankenhaus unterzeichnet

Anerkennung für Krankenhaus-Engagement

(05.03.2011)

Elbingerode. Hohen Besuch hatte die Landtagsabgeordnete Angela Gorr (CDU) vor wenigen Tagen in den Oberharz eingeladen. Dr. Ralf Brauksiepe, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, informierte sich im Diakonie-Krankenhaus ‍Elbingerode über den Stand der Vorbereitungen des Bürgerarbeits-Projekts.    Kompetente Gesprächspartner waren Martin Montowski, Geschäftsführer der Diakonie Krankenhaus GmbH ‍Elbinge‍‍rode, und Dirk Michelmann, Chef der Kommunalen Beschäftigungsagentur (KoBa). Jobcenter Landkreis Harz. Brauksiepe, der die gesetzlichen Regelungen der Bürgerarbeit in Berlin mit auf den Weg gebracht hatte, war vor allem an der praktischen Umsetzung in   teressiert. Und da konnte dem Staatssekretär aus dem Harz nur Gutes berichtet werden.   

Insgesamt, so Michelmann, seien in den Bereichen Oberharz und Blankenburg 150 Bürgerarbeits-Plätze geplant. 24 davon entfallen davon allein auf das Diakonie-Krankenhaus und das Diakonissen-Mutterhaus Neuvandsburg. Martin Montowski erklärte, dass diese Jobs vor allem in der Pflegehilfe geplant seien. „Für uns ist die Bürgerarbeit sehr wichtig, denn durch den Wegfall der Zivildienststellen wäre es uns kaum möglich, die Betreuung unserer Patienten in gewohnt guter Qualität anzubieten“, erklärte Martin Montowski. Der Geschäftsführer sprach auch davon, dass nicht wenige Mitarbeiter im Krankenhaus ihre jetzt „festen Jobs“ nach vorheriger Arbeitsmarktaktivität erhalten hätten.  

Bild: Dirk Michelmann (rechts) erläutert den Politikern Heike Brehmer, Ralf Brauksiepe, Angela Gorr und Reiner Mämecke (von links) das Umsetzen der Projekte der Bürgerarbeit. Foto: Jörg Niemann

Von Jörg Niemann, Volksstimme Wernigerode, 04.03.2011

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Kongress in Elbingerode zum Umgang mit traumatisierten Menschen: Krank – nach Unfall, Katastrophe, Kampfeinsatz

(11.12.2010)

Elbingerode (sts/bfa). Wie geht ein Arzt oder Seelsorger mit traumatisierten Menschen um? Dieser Frage gingen unlängst etwa 80 Teilnehmer aus ganz Norddeutschland bei einem Kongress der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge (APS) im Diakonie-Krankenhaus Harz nach.   

Dabei wurde über Möglichkeiten zur Therapie von Menschen informiert, die Gewaltund Missbrauchserfahrungen, Unfälle, Katastrophen oder medizinische Eingriffe nicht ausreichend verarbeiteten und massiv darunter leiden.   

„Tatsächlich erleben 50 bis 90 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens ein Trauma, von denen zwischen 15 bis   50 Prozent eine Traumafolgeerkrankung entwickeln“, berichtete Frau Dr. Birth, Chefärztin der Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie (APP) im Diakonie-Krankenhaus. Sie stellte in ihrem Vortrag neueste Erkenntnisse der Traumaforschung vor.   

Militärpfarrer Martin Hüfken berichtete aus seiner praktischen Arbeit mit traumatisierten Soldatinnen und Soldaten nach Auslandseinsätzen, etwa in Afghanistan: Häufig sei eine Begleitung nötig, wenn die Betroffenen mit ihren Gefühlen der Angst und Ohnmacht, etwa nach Selbstmordanschlägen, überfordert seien. Sie litten danach zum Beispiel unter Alpträumen oder wiederkehrenden Bildern und seien „emotional verändert“.   

Dazu ergänzten der Chefarzt der Medizinischen Rehabilitation/Sucht in Elbingerode, Eckart Grau, und Mitarbeiter der APP Fallbeispiele aus ihrer Arbeit mit Betroffenen. Die Berichte über zum Teil sehr berührende Schicksale wurden mit Interesse aufgenommen. Das Diakonie-Krankenhaus, so wurde deutlich, bietet seit längerem Therapien für traumatisierte Menschen an, behandelt u. a. Ängste, Depressionen, Sinnkrisen, Ess- und Persönlichkeitsstörungen bis hin zu Partnerschaftskonflikten und verfüge über reichlich Erfahrungswerte, hieß es.

 

Bild: Das Diakonie-Krankenhaus in Elbingerode – architektonische Augenweide und jüngst Gastgeber für einen medizinischen Kongress.

Volksstimme Wernigerode, 10.12.2010

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Drei Harzer Lehrlinge mit Preis ausgezeichnet

(26.11.2010)

Halberstadt (tk). Drei Lehrlinge aus der Region sind mit dem „spotlight“- Preis geehrt worden.   

Der „Verein Junge Wirtschaft Harz“ hatte diesen unter Auszubildenden ausgelobt. Den ersten Platz errang Sebastian Feind (Hasseröder Brauerei), Zweite wurden Isabelle Lehmann (Diakonie-Krankenhaus Harz in ‍Elbingero‍‍de) und André Müller von den Werkstätten für Denkmalpflege in Westerhausen.

Wie es hieß, hätten sie sich vor einer Jury unter zehn Bewerbern am erfolgreichsten präsentiert.

 

Sebastian Feind Isabelle Lehmann André Müller

 

 

 

  Volksstimme Wernigerode, 25.11.2010

 
 
  

 

Hilfe im Netzwerk für Suchtkranke „In keiner anderen Einrichtung arbeiten Abteilungen so eng zusammen“

(11.11.2010)

In Kürze feiert das Diakonie-Krankenhaus ‍Elbingerode sein 20-jähriges Bestehen als GmbH. Eine Festschrift soll die Geschichte der zurückliegenden zwei Jahrzehnte nachzeichnen.     

‍Elbingerode. Ein Jubiläum steht in ‍Elbingerode kurz bevor: Am Freitag, 10. Dezember, will das Diakonie-Krankenhaus sein 20-jähriges Bestehen feiern. „Das Krankenhaus gibt es doch schon viel länger!“, werden jetzt viele ‍Elbingerö‍‍der einwenden.

„Das ist richtig“, entgegnet Stefanie Schmidt, die gemeinsam mit Matthias Schüler für Qualitätsmanagement und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, „was wir Anfang Dezember feiern wollen, ist die Neugründung der Gesellschaft mit beschränker Haftung (GmbH) als Krankenhausträger.“   

1990 sei eine Trennung von Mutterhaus und Klinikbetrieb notwendig geworden – „aus wirtschaftlichen und organisatorischen Gründen“, erläutert die Pressesprecherin.    Richtig sei, dass es das Krankenhaus schon etwas länger gibt, ergänzt Matthias Schüler, der selber dort eine Pflegeausbildung absolviert hat. 1939 sei das Mutterhaus aufgefordert worden, in ‍Elbingerode ein Lazarett einzurichten. Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs entstand daraus ein eigenständiges Krankenhaus mit den Abteilungen Chirurgie und Innere Medizin sowie einer Entbindungstation.     

Das Diakonissen-Mutterhaus, zunächst im westpreußischen Vandsburg angesiedelt, fand 1920 in ‍Elbingerode eine neue Heimat und nannte sich nun „Neuvandsburg“.   

Klinik und Diakonissen-Mutterhaus blieben zunächst unter einem Dach, nämlich dem des Diakonischen Werks Ost mit Sitz in Berlin. Bis 1966 wurden die Patienten ausschließlich von ausgebildeten Diakonissen gepflegt.   

Im Laufe der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts spezialisierte sich das Krankenhaus auf psychisch Kranke, die mit Suchtproblemen zu kämpfen hatten. Dieses Profil prägt die ‍Elbingeröder Einrichtung heute noch.     

„Ich kenne keine andere Einrichtung auf dem Gebiet der Suchtmedizin, in der die einzelnen Abteilungen so eng zusammenarbeiten“, bekräftigt Stefanie Schmidt. Die Behandlungskette beginnt mit einer Erstberatung, darauf folgen die klinische Entgiftung und eine Rehabilitation. Vielfältige Möglichkeiten der Beratung und Betreuung schließen sich an, alle mit dem Ziel, die Patienten wieder zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu führen.   

„Für dieses engmaschige Netzwerk haben wir 2009 den   Innova-Preis gewonnen“, berichtet Stefanie Schmidt nicht ohne Stolz. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre von der Volksstimme, Hochschule Harz und Ostharzer Volksbank an besonders kreative Unternehmen der Region verliehen.   

Um ihr Ziel zu erreichen, unterhält das „Diakonie-Krankenhaus Harz GmbH“, wie es heute korrekt heißt, zahlreiche Therapie- und Betreuungseinrichtungen. Dazu gehören das Akut-Krankenhaus und die Rehabilitationsklinik sowie das Gut Heiligenstock in ‍El‍‍bingerode, aber auch Wohnstätten und Beratungseinrichtungen in Wernigerode und Blankenburg – und nicht zuletzt die Klinik für Atemwegserkrankungen und ein Hospiz in Neustadt am Südharz.   

Hinzugekommen sind in den vergangenen Jahren ein Pflegeverbund für ältere Menschen, eine Altenpflegeschule und das Ärztehaus Oberharz mit Praxisräumen in Hasselfelde, Stiege und Wernigerode. „Mit dessen Einrichtung wollen wir dem Ärztemangel im Harz entgegenwirken“, beschreibt Stefanie Schmidt das Ziel.   

Heute zählt das Diakonie-Krankenhaus mit seinen rund 400 Beschäftigten (1990 waren es 120) zu den großen Arbeitgebern der Region. Mit dem Diakonissen-Mutterhaus bleiben die medizinischen Einrichtungen eng verbunden, ist doch der Deutsche Gemeinschaftsverband Diakonie mit Sitz in Marburg einziger Gesellschafter der Klinik-GmbH und gleichzeitig Träger des Mutterhauses.  

Bild:  Stefanie Schmidt und Matthias Schüler bereiten eine Festschrift zum 20-jährigen Bestehen der Klinik-GmbH vor. Foto: Ulrich Baxmann

 

Von Ulrich Baxmann, Volksstimme Wernigerode, 10.11.2010

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Das tun, was man braucht, nicht, was man möchte”

(26.05.2010)

Ungefähr 134 Patienten werden in dem Diakonie-Krankenhaus Elbingerode behandelt. In der Suchtklinik versuchen Therapeuten und Ärzte, den Patienten wieder ein normales Leben zu schenken. SchmaZReporterin Milena Bernhardt besucht die achte Klasse des Landesgymnasiums für Musik in Wernigerode. Sie traf sich mit einer der Therapeutinnen.

In der Klinik werden hauptsächlich stoffgebundene Süchte wie Drogen- und Alkoholsucht bekämpft, aber auch andere Süchte wie Magersucht werden behandelt.

 „Jeder braucht einen Anschub, irgendwelche Beweggründe, die ihn in die Klinik führen”, so die Therapeutin.

 Zu Anfang ist es wichtig, dass die Suchtkranken einen Tagesablauf haben. Alles dreht sich bei ihnen nur noch um die Sucht. Deshalb wird versucht, von der Sucht umzulenken. Der Tag wird gegliedert (Essenszeiten, Freizeitgestaltung, etc.).    Es entsteht ein neuer Rhythmus, eine Struktur, die die Patienten vorher nicht hatten. Der Betroffene geht wieder ein wenig ins Leben. „Es ist wie ein kleiner Tropfen auf einem heißen Stein”.

Seit zehn Jahren arbeitet die Therapeutin in der Suchtklinik. Um in solch einem Job arbeiten zu können, braucht man Abitur und ein abgeschlossenes Studium, wie zum Beispiel im Fach Psychologie. Doch das ist nicht alles, man muss Süchtige so annehmen und akzeptieren können, wie sie sind, ebenfalls benötigt man Geduld. „Manche Menschen sind so kaputt, sie können einfach nicht mehr, dann muss ich einen Gang runterschalten.” nur soviel erarbeiten, wie der Betroffene selber zulässt”, sagt die Therapeutin. Jeder Patient bleibt eine vorgeschriebene Zeit. Drogenabhängige bleiben etwa 26 und Alkoholabhängige ungefähr 16 Wochen.

In den Gesprächen mit den Patienten versucht man zuerst, Vertrauen zu gewinnen. Man kommt nicht gleich auf das Thema „Sucht” zu sprechen, man geht es ruhig an. Es wird z. B. über Hobbys geredet, um die Menschen besser kennenzulernen. Die Therapie beruht auch ein wenig auf beidseitigem Willen. „Als Therapeut kann man 

Wenn diese Zeit abgelaufen ist, verlässt der Betroffene die Einrichtung. Die einen mehr, die anderen weniger geheilt. „Die Sucht kann nie so richtig geheilt, nur gestoppt werden”, erzählt die Psychologin. Die Krankheit bleibt ein Leben lang bestehen. Die erfahrenen Klinikmitarbeiter raten, ein Leben lang auf die suchtgebundenen Stoffe zu verzichten. Dieses setzt eine hohe Verantwortung des Patienten voraus, denn er wird im Alltag ständig mit diesen Dingen konfrontiert.

Nach dem Aufenthalt passiert alles aus eigenem Willen. „Man muss das machen, was man braucht, nicht das, was man möchte. Viele Patienten denken, sie schaffen den Rest alleine, doch das ist nicht so leicht, berichtet sie. Um Rückfälle zu vermeiden, gibt es verschiedene Einrichtungen, die für die Zeit nach dem Aufenthalt bestimmt sind. Trotz der langen Begleitung, bleibt es für die Patienten ein Kampf auf Lebenszeit.

 

Schüler machen Zeitung: Volksstimme Wernigerode, 26.05.2010

Vom Keniaprojekt bis hin zum Reha-Sport

(16.11.2009) Gesundheit, Pflege, Reha und Krankengymnastik waren nur einige Themen, über die sich Interessierte am Tag der offenen Tür des Diakonie-Krankenhauses und des Ärztezentrums in ‍Elbingerode informieren konnten. Rund 500 Besucher nutzten das Angebot der Einrichtung.  

Elbingerode. Vielfältige Informationen rund um das Diakonie-Krankenhaus und das angrenzende Ärztehaus in Elbingerode hat es beim Tag der offenen Tür beider Einrichtungen am vergangenen Sonnabend gegeben. Rund 500 Besucher pilgerten in den fünf Stunden, in denen die Tore weit geöffnet waren, in die Gebäude an der Brockenstraße, berichtete Stefanie Schmidt, Öffentlichkeitsarbeiterin des Krankenhauses. Zu sehen gab es auf dem ausgeschilderten Rundgang durch die langen, weiß getünchten Flure einiges. Wer das Krankenhaus durch den Haupteingang betrat, wurde als erstes am Stand vom Hospiz „Haus Geborgenheit" aus Neustadt begrüßt. Dort erläuterte Hans-Christoph Wisch, Leiter der Einrichtung im Landkreis Nordhausen, dass das Einzugsgebiet „seines" Hauses bis hinauf nach Wernigerode reiche.

Nur wenige Schritte weiter standen Schwestern des Mutterhauses „Neuvandsburg",   aus dem das Krankenhaus einst hervorgegangen ist, und baten unter anderem zum Bibelquiz. Wer sich vom Rätselraten rund um den christlichen Glauben stärken wollte, fand am Nachbarstand des Keniaprojektes Kaffee und Kuchen. Selbstverständlich wurde das Geld dabei für einen guten Zweck eingenommen. Ins Leben gerufen wurde das Keniaprojekt übrigens vom ehemaligen Chefarzt des Diakonie-Krankenhauses, Klaus-Herbert Richter, der vor Ort über das Hilfsprojekt Rede   und Antwort stand. Auch die Berufsfachschule für Altenpflege und Sozialassistenz informierte an dem Tag im Krankenhaus. Dort wollten Schüler und Lehrer etwas gegen die Unkenntnis über den Beruf des Sozialassistenten tun, erklärte Einrichtungsleiterin Kerstin Unterberg. Eine typische Frage zu dem Beruf sei gewesen: „Was kann ich damit machen?", erklärte sie und gab sogleich die Antwort: „Der Beruf ist ideal geeignet für diejenigen, die irgendetwas mit Menschen   unternehmen wollen, aber noch nicht wissen, was das genau sein soll."

Hauptschwerpunkte des Informationstages seien aber die Physiotherapie und die Tagespflege gewesen, erläuterte Stefanie Schmidt. Darunter fielen gerätegestützte Krankengymnastik und Reha-Sport, so Isolde Marquordt, Leiterin der Physiotherapie. Ebenso seien den interessierten Besuchern   mit der Rückenschule, Wassergymnastik und Nordic Walking, Präventionsmaßnahmen näher gebracht worden.

Von den neu eingerichteten Räumen für die gerätegestützte Krankenpflege konnten sich die Gäste gleich im Untergeschoss überzeugen. Dabei durften die Geräte nicht nur angeschaut, sondern gleich ausprobiert werden. Stefanie Schmidt erklärte, dass auch Patienten die neuen „Maschinen" nutzen könnten, denen es der Arzt nicht verschrieben habe, sondern die zum Beispiel einfach nur etwas für ihren Rücken tun wollten. Auch Mitarbeiter der Einrichtung könnten die Geräte nutzen, erklärte die Öffentlichkeitsarbeiterin im Volksstimme-Gespräch.

Wer wollte, konnte sich am Infotag gleich über seine eigene Gesundheit informieren. So   konnte unter anderem der Blutzucker, der Blutdruck und der Cholesterol-Spiegel gemessen werden. Ein Hörgeräteakustiker bot mit seinen Mitarbeiterinnen einen Blick in das Ohr an. Dazu griff Sabrina Lissel zu einer kleinen Kamera, die die Auszubildende den Interessenten vorsichtig ins Ohr führte. Auf einem Computer-Bildschirm erschien das Innere des Ohres in Großaufnahme.

Wer noch mehr erfahren wollte, konnte an einemVorträge teilnehmen und dort zum Beispiel etwas über den Pflegeverbund und dessen Leistungen sowie über die beiden Schwerpunkt-Themen Reha-Sport und gerätegestützte Krankengymnastik erfahren. Ebenfalls würden Führungen durch die gesamte Einrichtung angeboten.   

 

Bild: Gerald Bartel lässt sich vom Sabrina Lissel mit technischer Unterstützung eines sogenannten „Otoskops" ins Ohr schauen. Foto: Carsten Steinke

 

Von Carsten Steinke, Volksstimme Wernigerode, 16.11.2009

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Jeder Zehnte ist alkoholgefährdet

(23.09.2009)

Klaus-Dieter Krebs von der Suchtberatung in Wernigerode hat mit zwölf weiteren Experten den Arbeitskreis „Betriebliche Suchtkrankenhilfe Harz" gegründet. Wohlwissend, dass sich die Alkoholsucht auch in dieser Region so weit entwickelt hat, dass jeder zehnte Arbeitsnehmer gefährdet ist.
Was mit dem Feierabendbierchen beginnt, kann zur Sucht werden. Nicht selten endet die Alkoholabhängigkeit mit dem Verlust des Jobs. „Die Trinkkultur in Deutschland hat sich so entwickelt, dass nahezu jeder in die Situation einer Alkoholabhängigkeit geraten könnte", schätzt Klaus-Dieter Krebs ein. Im gleichen Atemzug ergänzt der Leiter der Psychosozialen Beratungs- und Behandlungsstelle in der Degener Straße in Wernigerode: „Statistisch gesehen ist jeder zehnte Arbeitnehmer alkoholgefährdet." Für Krebs alarmierend und Anlass genug, gemeinsam mit weiteren Fachleuten und Unterstützung des Diakonie-Krankenhauses Elbingerode den Arbeitskreis „Betriebliche Suchtkrankenhilfe Harz" zu gründen.

Die insgesamt 13 Mitglieder erstellten zunächst ein umfangreiches Konzept. Zu den Aufgaben gehören Hilfsangebote für Betriebe, um über das Problem Alkoholsucht aufzuklären. „Der jährliche Pro Kopf-Verbrauch in Deutschland an reinem Alkohol entspricht in etwa dem Konsum von 25 Flaschen Doppelkorn", weiß Klaus-Dieter Krebs. Für ihn sei das eindeutig zu viel. Denn knapp 8 Millionen Männer und Frauen würden in Deutschland einen missbräuchlichen Umgang mit Alkohol pflegen, bei etwa 9 Millionen Menschen sei der Konsum riskant. Krebs: „Das Trinkverhalten in der Gesellschaft fördert teilweise die Entwicklung einer Alkoholsucht." Trete der Fall ein, werde der Betroffene oftmals ausgegrenzt, „auch im Berufsleben".

Hier wolle die „Betriebliche Suchtkrankenhilfe Harz" ansetzen und gefährdeten Mitarbeitern in Firmen helfen. „Dafür ist es notwendig, betriebsinterne Lobbyarbeit zu leisten", so Bernd Dreikluft. Gemeinsam mit Klaus Welz fungieren beide neben ihrer beruflichen Tätigkeit in ihren Firmen als ehrenamtliche betriebliche Suchtbeauftragte. „Der Arbeitskreis soll an die Unternehmen herantreten und Aufklärung leisten, denn die Position eines Suchtbeauftragten sollte in jedem Arbeitsumfeld eingerichtet werden", plädiert Bernd Dreikluft. Außerdem sei es notwendig, dass Alkoholsucht als das angesehen wird, was sie auch ist: „eine anerkannte Krankheit".

Neben der Hilfe für Betroffene bietet der Arbeitskreis auch Seminare an, in denen Führungsleute lernen, wie sie mit einer solchen Situation in ihrem Betrieb umgehen können, und welche Hilfe sie leisten könnten, „bevor der betroffene suchtgefährdete oder -kranke Mitarbeiter aufgegeben und entlassen wird", so Klaus-Dieter Krebs.

Weitere Informationen zum Arbeitskreis unter Telefon (0 39 43) 26 16 60. 

Bild: Sie gründete in Wernigerode den Arbeitskreis „Betriebliche Suchtkrankenhilfe Harz" (von links): Ines Borchert, Klaus Wells, Magdalena Weber, Bernd Dreikluft, Klaus-Dieter Krebs, Horst Kindermann, Jürgen Förster, Andreas Schmidt, Volker Mittelstedt, Antje Rumpf, Stefanie Schmidt, Christian Wisch und Lutz Neubig. Foto: Josephine Schlüer

 

Von Josephine Schlüer, Volksstimme, 23.09.2009

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Haus für die Hilfe zur Rückkehr ins Leben

(07.09.2009)

In der ehemaligen Pension „Bodfeld", Schulstraße, eröffnete jetzt das zum Diakonie-Krankenhaus Harz gehörende Suchtmedizinische Zentrum. Eine Einrichtung, in der fünf Männern nach einer Entwöhnungsbehandlung geholfen werden kann, sich wieder ins normale Leben einzugliedern. Adaptionseinrichtung, von Adaption = Anpassung, wird dieser Übergang von der Therapie zum Leben genannt. In großen Einzelzimmern leben die Patienten für 12 bis 16 Wochen, wie zur Eröffnung informiert wurde. Sie haben Wohnküche, einen Gemeinschaftsraum, einen kleinen Garten und PC-Arbeitsplätze zur Verfügung. Die Kosten dafür übernehme der Rententräger. Zugleich werde den Patienten bei der Suche nach Arbeitsplatz und Wohnung geholfen. Regionale Betriebe würden für sie Praktikumsplätze bereithalten.

Genutzt wird dieses Angebot von ehemaligen Patienten, die nicht mehr in ihr früheres Umfeld zurück möchten. Das Haus ist für diese Betreuung bisher gemietet, soll aber einmal per Kauf vom Diakoniekrankenhaus übernommen werden, hieß es zur Einweihung.

 

Voilksstimme, 07.09.2009

Moderne leistungsstarke Häuser prägen diese Klinik-Landschaft

(13.06.2009)

Der Besuch von fünf Kliniken im Harzkreis an einem Tag hat auf dem Programm der CDUPolitiker Heike Brehmer und Hans Georg Faust gestanden. Ihr Fazit: Die Region kann mit modernen und leistungsstarken Krankenhäusern aufwarten. Eine der Stationen das Harz-Klinikum in Wernigerode.
Das Fazit von Hans Georg Faust lautet: „Diese Region verfügt über moderne und leistungsstarke Krankenhäuser, das hat das Programm eindrücklich bewiesen." Man könnte auch sagen, diese Diagnose stellte der promovierte Mediziner Faust. Jedoch, nicht in erster Linie als Kollege, sondern als Politiker war er den gesamten Donnerstag auf Kliniktour. Der Goslarer CDUBundestagsabgeordnete (er ist Vize-Chef im Gesundheitsausschuss) besichtigte mit Heike Brehmer, die im September für die Christdemokraten im Harzkreis das Berliner Parlamentsmandat erlangen soll, Krankenhäuser in Elbingerode, Blankenburg, Wernigerode, Halberstadt und Quedlinburg.

Die speziellen Probleme im Finanzsystem der Suchtberatung waren ein Themenschwerpunkt im Elbingeröder Diakonie-Krankenhaus. In Quedlinburg standen Besuche des Herzkatheterarbeitsplatzes und der Mutter-Kind-Station auf dem Programm. Zudem wurde über die enge Kooperation der Quedlinburger Dorothea von Erxleben-Klinik mit dem Harz-Klinikum in Wernigerode und Blankenburg informiert.

In Halberstadt berichtete Krankenhausdirektor Nicolas von Oppen, der neu eingerichtete Herzkatheterarbeitsplatz habe nicht nur acht Stellen geschaffen (insgesamt sind in Halberstadt rund 750 Mitarbeiter beschäftigt). Es gebe dafür zudem einen großen medizinischen Bedarf. Da in den ersten vier Monaten bereits mehr als 400 Patienten untersucht worden seien, werde die erste Planung von etwa 1000 jährlichen Untersuchungen gewiss überschritten.

Mit Verweis aus Quedlinburg schätzte er zudem ein, beide Angebote bedeuteten keine Konkurrenz, die Harzregion könnte rechnerisch sogar einen dritten Herzkatheterarbeitsplatz „verkraften". 
Klinikchef Peter Redemann konnte den CDU-Politikern und Landrat Michael Ermrich (CDU) in Wernigerode stolz berichten, dass die Leistungskraft des Harz-Klinikums Wernigerode-Blankenburg neben der Vielzahl an Fachkliniken auch dadurch deutlich werde, dass man Akademisches Lehrkrankenhaus der Magdeburger Guericke-Universität geworden sei (Volksstimme berichtete). Die rund 1200 Mitarbeiter hätten im Vorjahr 30 000 Patienten behandelt, davon fast 20 000 stationär. Zur 2008er Bilanz gehöre ebenso, dass 671 Kinder in Wernigerode das Licht der Welt erblickt hätten. Laut Redemann sei die Wernigeröder Klinik das erste kommunale Haus in Sachsen-Anhalt, das in eine GmbH umgewandelt worden sei und das 2005 gemeinsam mit der Diakonie landesweit das erste Medizinische Versorgungszentrum gegründet habe.

Heike Brehmer gestern zur Volksstimme: „Ich bin von den Krankenhäusern sehr beeindruckt, überall habe ich eine gute Ausstattung und vor allem engagierte Mitarbeiter getroffen. Die Patienten sind bei uns im Harzkreis gut aufgehoben." 

Bild: Während der Besichtigung des Zentrallabors im Wernigeröder Harz-Klinikum (von links): Der Ärztliche Direktor Dr. Tom Schilling, Landrat Dr. Michael Ermrich, Heike Brehmer, Dr. Hans Georg Faust und Vize-Laborleiterin Mechthild Truthmann. Foto: privat

 

Von Tom Koch, Volksstimme, 13.06.2009

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Wie junge Kaufleute zu Chefs von morgen werden

(13.06.2009)

Die Führungskräfte von morgen können Wirtschaft und Hochschule Harz gemeinsam ausbilden. Ab August 2010 soll das neue Bildungsangebot genutzt werden können. Wie Pro-Rektor Folker Roland ankündigte, wolle die Hochschule das „Duale Studienangebot Betriebswirtschaftslehre"
anbieten. Dahinter verberge sich, dass zugleich mit der „normalen" kaufmännischen Ausbildung auch ein akademischer Abschluss erworben werden könne. Binnen vier Jahren würden die Kaufleute im fünften Semester ihre IHK-Prüfung absolvieren, um im achten Ausbildungshalbjahr vor der Bachelor-Prüfung zu stehen. Roland zufolge biete diese Ausbildung mehrere Vorteile: Absolventen werden frühzeitig ans Unternehmen gebunden, keine kostenintensiven Einarbeitungszeiten wegen der großen Praxisanteile in der Ausbildung, trotz zweier Abschlüsse verkürze sich für die Absolventen insgesamt die Ausbildungszeit. Das neue Angebot wird von Martin Montowski ausdrücklich begrüßt. Der Geschäftsführer des Elbingeröder Diakonie-Krankenhauses erklärte, die duale Ausbildung erleichtere den Firmen, das Managementpersonal der kommenden Jahre bereits frühzeitig im Haus zu beschäftigen. Zudem sei die Hochschule Harz ein regionaler Bildungspartner, mit dem die Ausbildungsangebote abgestimmt werden können. Am kommenden Dienstag (16 Uhr im Senatssaal) stellt die Hochschule das Angebot vor.

 

Volksstimme, 13.06.2009

Der einstige Acker wird zur „Nutztierarche"

(14.05.2009)

Seit einem Jahr gibt es neben dem Wohnheim für chronisch Kranke in Gut Heiligenstock bei Rübeland auch einen Sozialen Erwerbsbetrieb. Er umfasst viele Projekte bis hin zum Erhalt rarer Nutztiere.
Das Gut Heiligenstock könnte neben Tropfsteinhöhlen, Talsperren oder dem Königshütter Wasserfall eine neue touristische Attraktion werden. Diese Vision wurde nicht nur einmal geäußert, als das Gut kürzlich ein kleines Jubiläum feierte: Ein Jahr erfolgreiche Kooperation zwischen der Kommunalen Beschäftigungsagentur Wernigerode (KoBa) und dem Suchtmedizinischen Zentrum des Diakonie-Krankenhauses „Harz" in Elbingerode. Dazu wurden nicht nur Ideen besprochen, sondern „Gutsherr" Jörg Vilser präsentierte den Sozialen Erwerbsbetrieb, der neben dem Wohnheim für chronisch Suchtkranke ganz real zum Gut Heiligenstock gehört und nach und nach wächst.

So bietet der Erwerbsbetrieb derzeit vier Beschäftigten und halbjährlich wechselnd dazu 20 Ein-Euro-Jobbern Chancen auf Beschäftigung und Wiedereingliederung inklusive suchtmittelfreies Leben. Allein das sei ein großer Nutzen, schätzten KoBa-Chef Dirk Michelmann und der Geschäftsführer des Diakonie-Krankenhauses, Martin Montowski, mit Dank an alle Mitarbeiter und Helfer ein. Dank all der Arbeit wurde aus dem einstigen Ackerstück nun ein vielfältiger Betrieb, der auch das Prädikat „Nutztierarche" hat. Denn die geforderten mindestens drei vom Aussterben bedrohte Haustierrassen werden hier betreut und erhalten: Das Sattelschwein, die Harzziege und das Rote Harzer Höhenvieh. Dazu gibt es Unterstützung von Fachleuten wie Brockenbauer Uwe Thielecke aus Tanne und eben das Engagement des Teams um Jörg Vilser. Neben der Zucht rarer Tiere wächst eine Ausstellung mit alten Maschinen, Möbeln und Utensilien des Landlebens. Eine Öffnung der Schau für Wanderer und Besucher wird langfristig angestrebt.

Für diese ist übrigens auch schon die Landschaft rings um das Gut sehenswert, und die Fortschritte auf dem Hof ebenso. So entstanden unter anderem bereits ein Bauerngarten und mehrere sogenannte Insektenhotels zur naturnahen Nistund Überwinterungshilfe für allerlei Kleingetier. Ein Schulbauernhof wurde eingerichtet. In diesem Jahr nun sind die Einrichtung eines Bienenwagens und die Herstellung von Kuhglocken per Handarbeit ebenso im Plan wie die Schaffung eines ökologischen Lehrpfades. In all diesen Bereichen könne das Gut weiter ausgebaut werden, rät Dirk Michelmann. Die Ideenskizze dazu hat er nun an Martin Montowski weitergereicht.
Guts-Geschichte
f 1921 übernimmt das Mutterhaus das Areal samt einem Acker mit Namen „Heiligenstock", f Ab 1926 heißt das Anwesen insgesamt „Gut Heiligenstock", f 1931 entsteht ein Lehrgut für Bäuerinnen, 1969 wird es Teil vom „Volkseigenen Gut Hasselfelde", 1980 erstmals Rehabilitation für Alkoholkranke, f 1997 kommt das Wohnheim für chronisch Kranke zum Diakoniekrankenhaus, 2008 entsteht der Soziale Erwerbsbetrieb Gut Heiligenstock. 

Bild: Dirk Michelmann (links) und Martin Montowski haben gut Lachen: Ihre Zusammenarbeit in Gut Heiligenstock trägt nach einem Jahr gute Früchte und wird als ausbaufähig eingeschätzt. Foto: B. Falkner

 

Von Burkhard Falkner, Volksstimme, 14.05.2009

Foto zu Meldung: Der einstige Acker wird zur „Nutztierarche"

19 Millionen Euro für Kliniken

(29.04.2009)

Die stationäre medizinische Versorgung der Bevölkerung in Sachsen-Anhalt soll weiter verbessert werden. Die Landesregierung hat gestern im Rahmen des Investitionsprogramms etwa 18,8 Millionen Euro für Krankenhausbauten freigegeben, teilte die Staatskanzlei mit. Mit dem Geld können fünf Projekte in Angriff genommen werden.

Dazu gehört das Medigreif Bördekrankenhaus in Neindorf, wo das alte Bettenhaus durch einen Neubau für rund sechs Millionen Euro ersetzt wird. Das Harz-Klinikum Wernigerode-Blankenburg bekommt 2,4 Millionen Euro für Brandschutz. Das Diakonie-Krankenhaus Harz in Elbingerode kann das Dachgeschoss für die Ergotherapie ausbauen. Dafür stehen 500 000 Euro bereit. Das Klinikum Dorothea Christiane Erxleben in Quedlinburg erhält 8,6 Millionen Euro für die internistischen Stationen. Im Städtischen Klinikum Dessau sollen für 844 000 Euro das Labor und die Zytostatikaherstellung verlegt werden.

Gesundheitsministerin Gerlinde Kuppe (SPD): „Seit 1991 haben wir einen bemerkenswerten Strukturwandel vollzogen, wir haben moderne Kliniken mit klaren Aufgabenprof len." Das Land habe seither 3,4 Milliarden Euro in die Krankenhauslandschaft investiert. Aus ihrer Sicht ist eine wohnortnahe Krankenhausversorgung gesichert.

 

Volksstimme, 29.04.2009

Professionelle Hilfe bei Prüfungsstress und Angst vor dem Versagen

(22.04.2009)

Kaum stand die gerade mal 14 Zeilen lange Meldung im Netz, da gab es bereits Interessenten. Drei Studierende der Wernigeröder Hochschule Harz waren die ersten, die das vertrauliche Gespräch mit einer Psychologin gesucht haben.

Wer sie sind und worüber sie reden wollten, das bleibt an dieser Stelle selbstverständlich unerwähnt. Nur soviel: Termindruck, Prüfungsstress und die Angst vor dem Versagen. Das sind nur wenige Gründe für psychologische Probleme im Alltag. Studenten haben auch Liebeskummer, Heimweh und anfangs in der neuen Heimat noch niemanden, mit dem sie über private Sorgen reden können. Seit gestern gibt es an der Hochschule Harz ein professionelles Hilfsangebot. Psychologen des Diakonie-Krankenhauses Harz in Elbingerode bieten Einzelgespräche und ab Mai auch Gruppentraining an.

Der Beratungsraum liegt etwas abseits auf dem weitläufgen Campus. Es soll ja nicht jeder sofort mitbekommen, wer da Woche für Woche zum „Seelenklempner" rennt - und vielleicht sogar von Kommilitonen noch das Stigma verpasst bekommt, man sei verrückt.

Den Vertrag mit dem Krankenhaus über dieses Beratungsangebot vor Ort hat das Studentenwerk Magdeburg abgeschlossen. Geschäftsführerin Heike Brehmer zufolge gibt es eine solche Betreuung bereits für die Studierenden der Ottovon-Guericke-Universität und der Hochschule Magdeburg-Stendal. Allein in der Landeshauptstadt gebe es pro Semester 60 bis 75 junge Frauen und Männer, die im vertraulichen Gespräch nach Auswegen aus einer persönlichen Krise suchen. Für die Gruppensitzungen müssen inzwischen sogar Wartelisten geschrieben werden.

Dieses Betreuungsangebot ist für die Studierenden kostenlos. Das Studentenwerk f - nanziert dies aus den Semesterbeiträgen. Für den Fall, dass weitergehende psychologische Behandlungen notwendig sind, übernehmen dann die Krankenkassen diese Kosten.

Martin Montowski weiß als Chef des Diakonie-Krankenhauses, dass die Zahl der Studienabbrecher steigt. Und auch, dass diesem folgenschweren Entschluss schwere innerliche Konfikte vorausgehen. Studenten, die sich an seiner Psychotherapeutischen Tagesklinik behandeln lassen, wären längst keine Einzelfälle mehr.

Die Hochschule Harz, obwohl in der beschaulichen Provinz beheimatet, kann sich den Auswüchsen und Verfehlungen der Moderne nicht entziehen, die gemeinhin mit dem Leben in molochartigen Metropolen verbunden werden: Harte Drogen und nicht nur irgendwelche Gute-Laune-Party-Pillen werden auch im Harz geschluckt, geschnupft und gespritzt. Für Hochschulkanzler Michael Schilling ein Signal, dass Studenten vielleicht auf diese Weise nach Auswegen suchten.

Darum hat er im Verwaltungsrat des Magdeburger Studentenwerks den Vorstoß für das Beratungsangebot unterstützt. Es war der Wernigeröder BWL-Student Benedikt Peltner, der nach psychologischer Hilfe gefragt hatte. Dem vorausgegangen war, dass im Hörsaal ein Student vor einer Klausur zusammengebrochen war, der Notarzt helfen musste. Aus welchem Grund? Termindruck, Prüfungsstress, oder Angst vor dem Versagen? 

Bild: Betty Kögel (27 Jahre/l.) und Susanne Hüfken (47) bieten seit gestern in der Hochschule Harz psychologische Beratungen an. Foto: Tom Koch

 

Von Tom Koch, Volksstimme, 22.04.2009

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Chefarztwechsel im Diakonie-Krankenhaus Elbingerode, Dr. Steinbach: „Den Patienten annehmen, wie er ist"

(16.01.2009)

Chefarztwechsel im Diakonie-Krankenhaus Elbingerode: Dr. Martin Steinbach wurde feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Psychiatrie-Chefarzt Dr. Stephan Gerhardt übernimmt die Leitung des Hauses mit seinen rund 400 Beschäftigten. Zugleich wurde Dr. Ulrike Birth zur Chefärztin der Abteilung Psychosomatik/ Psychotherapie ernannt.
Vor etwa 200 Gästen wurde am Montag im Diakonie-Krankenhaus ein Chefwechsel feierlich vollzogen: Dr. Stephan Gerhardt, bisher Chefarzt der Psychiatrie der Einrichtung, übernimmt nun die Führung des Hauses.

Zugleich wurde Dr. Ulrike Birth, bisher Oberärztin der Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie, zur Chefärztin dieses Bereiches ernannt. Beide Mediziner rücken für den bisherigen Leitenden Chefarzt, Dr. Martin Steinbach, auf. Steinbach hatte 1981 unter der damaligen Leitung von Dr. Hans-Henning Lippe im Bereich der Inneren Medizin als Oberarzt begonnen, 1982 die Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie aufgebaut und diese 1996 als Chefarzt übernommen. Gemeinsam mit Dr. Lippe war Dr. Steinbach in jenen Anfangsjahren auch für die Region tätig, indem in Elbingerode viele endoskopische und sonografische Untersuchungen für die Krankenhäuser Wernigerode, Halberstadt, Quedlinburg und Nordhausen vorgenommen wurden, weil die Klinik die Geräte dazu hatte.

Ab 2006 war Dr. Steinbach Leitender Chefarzt und wurde nun am Montag - nach insgesamt 27 Jahren Arbeit im Elbingeröder Krankanhaus - in den Ruhestand verabschiedet. Als er einst seine Tätigkeit begonnen habe, so blickte Dr. Steinbach zurück, seien die Patienten zum Beispiel noch über die Treppen zu den Stationen getragen worden.

Heute gibt es - natürlich - Fahrstühle, sei die Einrichtung ein modern ausgestattetes Krankenhaus mit Rehabilitationsklinik und Pflegeverbund sowie Medizinischem Versorgungszentrum. Die Einrichtung gehört mit ihren rund 400 Beschäftigten zudem mit zu den größten Arbeitgebern in der Region.
„Unsere Mitarbeiterschaft setzt sich nicht nur mit fachlicher Kompetenz, sondern auch mit menschlicher Wärme und christlichem Engagement für unsere Patienten ein", sagte Dr. Steinbach bei seinen Abschiedsworten. Er hob die Verbundenheit zur Schwesternschaft im benachbarten Diakonissen-Mutterhaus hervor, die die Arbeit in der Klinik auch künftig intensiv begleiten werde. Wichtig sei, so betonte der scheidende Chefarzt, den Patienten „anzunehmen, wie er ist". Erst wenn sich der Kranke angenommen fühlt, könne er sich auf eine Therapie - „eine helfende Veränderung" - einlassen. Dr. Steinbach dankte für den herzlichen Abschied. Er geht der Klinik ohnehin nicht verloren, sondern wird als Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie im ambulanten Bereich des Medizinischen Versorgungszentrums tätig sein. Ein besonderer Dank erging an alle, die statt Abschiedsgeschenken Spenden für das Betreute Wohnen „open door" der Christlichen Lebenshilfe Wernigerode mitbrachten, wie es sich Dr. Martin Steinbach gewünscht hatte. 

Bild: Geschäftsführer Martin Montowski, Dr. Stephan Gerhardt, Dr. Martin Steinbach und Mutterhaus-Oberin Anita Rost (von links) beim Chefwechsel im Diakonie-Krankenhaus Elbingerode. Foto: privat

Von Burkhard Falkner, Volksstimme, 16.01.2009

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Zusätzliches Personal für Betreuung Demenzkranker

(30.10.2008)

Die Pflegeeinrichtungen, die Demenzkranke betreuen, können auf mehr Personal hoffen.

Das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz, das am 1. Juli in Kraft getreten war, sieht eine Betreuungsperson für je rund 25 Heimbewohner vor. Diese Menschen sollen zusätzlich zu den beschäftigten Pflegerinnen und Pflegern tätig werden können. Die Einrichtungen erhalten hierfür von den Kassen Zuschläge zur Pfl egevergütung.

Über die Umsetzung dieses Gesetzes berieten Dirk Michelmann, Leiter der Kommunalen Beschäftigungsagentur (KoBa) des Landkreises Harz, und weitere Mitarbeiter des Eigenbetriebes mit Vertretern pfl egender Einrichtungen aus dem Altkreis Wernigerode. Dabei zeigte sich: Das Zusatzpersonal werde erwartet, wobei es noch verschiedene Ansichten zur Auswahl gibt. Es sollten aber geeignete Personen sein. Barbara Ühre, Leiterin des KoBa-Arbeitgeberservice, berichtete, dass momentan acht Altenpfl eger, 15 Altenpfl egerhelfer, sieben Ergotherapeuten und vier Heilerziehungspfl eger eine Anstellung suchen.

Er könne sich durchaus vorstellen, dass auch Berufsfremde die Voraussetzungen erfüllen, diese schwierige Aufgabe zu übernehmen, sagte Ralph Gehrke, Leiter einen Sozial- und Krankenpfl egeservices.

Götz Bokemüller, Geschäftsführer der Ilsenburger Heimstatt für Jung und Alt, würde es lieber sehen, dass Mitarbeiter seines Hauses in einer Art Rotation eingesetzt würden. Das sei allerdings gesetzlich unmöglich. Die Belastung des Personals sei zu groß, langfristig nur Demenzkranke zu betreuen, gab Bokemüller zu bedenken. Mit solch einer Regelung aber würde, wie Dirk Michelmann darlegte, das beschäftigungspolitische Ziel nicht erreicht.

An der Runde beteiligten sich auch Vertreter des Altenpfl egeheimes „Haus Abendruhe" in Blankenburg, der Gemeinnützigen Gesellschaft für Sozialeinrichtungen Wernigerode, des Diakoniekrankenhauses Elbingerode sowie des Gemeinnützigen Vereins für Sozialeinrichtungen Blankenburg.

Zu erwarten ist nun, dass nach der Ermittlung des Bedarfs die Auswahl geeigneter Bewerber in Einzelgesprächen erfolgt. Praktikum und Weiterbildung schließen sich dem an.


Bild: Barbara Ühre, Götz Bokemüller, Manuela Philipp, Dirk Michelmann, Harald Lindemann, Isolde Kunze, Klaus Harsing, Ralph Gehrke und Bärbel Grundmann (von links) verständigten sich bei der Kommunalen Beschäftigungsagentur Wernigerode über eine verbesserte Betreuung Demenzkranker. Foto: A. Fischer

 

Von Andreas Fischer, Volksstimme, 30.10.2008

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Preisübergabe in Elbingerode

(11.10.2008)

„Dieser Erfolg wird uns allen Ansporn sein, Tag für Tag unser Bestes für unsere Patienten zu geben." Martin Montowski dankte gestern im Namen aller Kollegen des Diakoniekrankenhauses in Elbingerode für die Auszeichnung mit der Innova 2008. Wie der Klinik-Chef informierte, werde das Preisgeld dafür verwandt, das Diakonie-Hospizprojekt „Haus Geborgenheit" im Südharz zu unterstützen.

Volksstimme-Regionalverlagschef Thomas Helmuth dankte in der gestrigen kurzen Feierstunde den engagierten Mitarbeitern, die den Innova-Sieg erst möglich gemacht hätten. Josef Dahl, Vorstandschef der Ostharzer Volksbank, zeigte sich erfreut darüber, dass sich kein industrielles Produkt, sondern erstmals eine Dienstleistung im Wettbewerb habe durchsetzen können. Und Hochschulchef Prof. Armin Willingmann wies auf einen für die Klinik erfreulichen Aspekt hin, dass die 5. Innova erst 2010 verliehen wird: „Sie sind die Ersten, die die Innova-Skulptur zwei Jahre behalten dürfen." 

Bild: Einige der insgesamt mehr als 400 Mitarbeiter des Diakonie-Krankenhauses Harz in Elbingerode um Geschäftsführer Martin Montowski (vorn) präsentierten sich gestern mit der Innova-Skulptur, dem 10 000- Euro-Scheck und der Siegerurkunde. Für das bundesweit einmalige Betreuungsprojekt der Klinik von Vorsorge - Behandlung - Nachsorge von Suchtpatienten gab es den Harzer Innovationspreis. Foto: Tom Koch

 

Volksstimme, 11.10.2008

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Zum Wohnheim 'Heiligenstock' kommt ein echtes Gut mit Tieren und Technik-Ausstellung

(13.09.2008)

Ein buntes Hoffest wurde diese Woche wie jedes Jahr im Wohnheim „Heiligenstock" im Kalten Tal bei Rübeland gefeiert. Aber es gab zwei Besonderheiten: Zum einen feierte die Betreuungseinrichtung für Suchtkranke mit seelischen Behinderungen ihr zehnjähriges Bestehen. Vielen Menschen konnte in dieser Zeit auf den rechten Weg geholfen werden. Zum Zweiten gab es eine Premiere: Heimleiter Jörg Vilser informierte über den Anfang des Jahres gegründeten Zweckbetrieb mit Namen „Gut Heiligenstock".

Vertreter Elbingerodes, von Landkreis und Kommunaler Beschäftigungsgesellschaft (KoBa) konnten sich zum Fest von den Fortschritten überzeugen. Durch das Engagement der Betreuer, Bewohner und von vier Angestellten wird das einstige Bauerngut langsam zum Leben erweckt. Pferde, Schweine, Kühe werden gehalten, alte Gebäude ausgebaut, eine Landtechnik-Schau entstand. Die Einrichtung, die zum Therapieverbund des Diakoniekrankenhauses Elbingerode gehört, der gerade mit dem Innova-Hauptpreis ausgezeichnet wurde, nimmt damit nach und nach eine neue Gestalt an. Unterstützung kommt dabei von Brockenbauer Uwe Thielecke als „Berater für Harzkuhhaltung" aus Tanne und von anderen Fachleuten. Ihnen allen sowie den Trägern, Freunden und Partnern der Einrichtung dankte Jörg Vilser herzlich. Die Arbeit auf dem Gut, zum Beispiel mit den Tieren, sei eine gute Ergänzung der Therapie und helfe, die soziale Integrationsfähigkeit der Patienten zu entwickeln. Ziel sei zugleich, ein neues kulturelles Angebot in der Region zu schaffen. „Gut Heiligenstock", so hieß es einhellig, sei auf dem besten Wege dahin. 

Bild: Rundfahrten für Diakonissen, Bewohner und Gäste gehörten gleich vom Morgen an zur Feier auf Gut Heiligenstock. Foto: Burkhard Falkner

 

Volksstimme, 13.09.2008

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Haseloff voll des Lobes: Beneidenswerte Region

(08.09.2008)

Das Elbingeröder Diakonie-Krankenhaus hat die „Innova 2008" erhalten. Die Gala zur Verleihung des Harzer Innovationspreises auf Schloss Wernigerode bot einen würdigen Rahmen für Begegnungen von Wirtschaft, Politik, Kunst und Verwaltung. Wirtschaftsminister Haseloff lobte den Harz als „eine der innovativsten Regionen im Land".
Nichts zum Anfassen oder Hochzeigen, „auch nichts, was irgendwie nach Technik stinkt",so Jurysprecher Prof. Georg Westermann, ein organisatorischer Prozess habe das Expertengremium am meisten überzeugt. Von 14 Bewerbungen, fünf davon hatten das Finale erreicht, setzte sich der Therapieverbund aus dem Diakonie-Krankenhaus Harz durch. Für die bundesweit einmalige Behandlung von Suchtpatienten gab es die „Innova 2008".

Das umfangreiche Betreuungsangebot des Diakonie-Krankenhauses reicht von der Vorbeugung (Präventionsfachstelle), über psychosoziale Beratung, Entzugsbehandlungen, Psychiatrie bis zu verschiedenen Rehabilitationsangeboten. Diese Betreuungskette von Vorsorge - Behandlung - Nachsorge aus einer Hand sei bislang einzigartig, erklärte Klinik-Geschäftsführer Martin Montowski. Dadurch können Verschwendungen im sozialmedizinischen und ökonomischen Sinne vermieden werden. Dieses Angebot sei für die Sozialkassen kostensenkend und für die Patienten erfolgssteigernd. Übergänge in der Behandlung erwiesen sich bislang als schwierig und bürokratisch aufwändig, weil es dafür unterschiedliche Kostenträger (Versicherer) gibt. Pro Jahr werden rund 2500 Menschen stationär behandelt, die betreute Patientenzahl insgesamt beträgt cirka 4000. Die Elbingeröder „Zentrum für Suchtmedizin" verfügt über 400 Mitarbeiter, die zuletzt einen Unternehmensumsatz von 20 Millionen Euro erwirtschaftet haben. Am traditionsreichen Standort werden seit 1976 Suchtpatienten behandelt. Von 1991 an bis heute wurden insgesamt 230 neue Arbeitsplätze geschaffen. In moderne Klinikgebäude und - ausstattung sind rund 42 Millionen Euro investiert worden.

Zur Eröffnung der Innova-Verleihung sagte Hochschul-Rektor Armin Willingmann, dass die Gala auf dem Wernigeröder Schloss einmal mehr den seit Monaten laufenden Wettbewerb um eine besonders kreative Idee krönend abschließe. Die Kombination aus wirtschaftlicher Potenz der Ostharzer Volksbank, medialer Präsenz der Volksstimme und wissenschaftlicher Kompetenz der Hochschule nutze der gesamten Harzregion. Im Olympiajahr verwies Willingmann darauf, dass nicht nur der Sieger erfolgreich sei: „Allen 14 Bewerbungen gebührt unser Respekt, sie alle beweisen, dass Deutschland ein Land der Ideen ist."

Zum zweiten Mal war es der Wirtschaftsminister, der den bedeutendsten Preis der Harzregion überreichte. Reiner Haseloff (CDU) lobte ausdrücklich das wirtschaftspolitische Engagement der Volksstimme, die mit der Innova-Berichterstattung den zahlreichen Lesern die Marktmechanismen in der Wirtschaft verdeutliche. Der Erfolg der „Innova" zeige, dass Sachsen-Anhalt ein innovatives Land sei. Zudem bezeichnete Haseloff den Harz wegen seiner anerkannt leistungsfähigen Wirtschaft und einer einmaligen Natur, die zahlreiche Urlauber anziehe, als eine „glückliche Region".

Glücklich und überrascht zugleich über den Erfolg zeigte sich Martin Montowski. Der Geschäftsführer des Elbingeröder Diakonie-Krankenhauses sagte, dass seine Kollegen, die Idee eines Therapieverbundes seit Jahren verfolgt und stets weiterentwickelt haben. „Erst jetzt, bei der ‘Reife‘ unserer Innovation haben wir uns getraut, uns zu bewerben." Montowski informierte, wofür das Preisgeld von 10 000 Euro verwendet werde. Für das „Haus Geborgenheit", ein Christliches Hospiz für die Harzregion in Neustadt/ Südharz, das ab Ende 2008 für bis 12 unheilbar Erkrankte eine „gute Adresse auf ihrer letzten Wegstrecke sein soll".

Der Innova-Sieg des Krankenhauses sei „keineswegs ein Wohlfahrtsgeschenk", betonte Jury-Sprecher Westermann. Einem Industrieunternehmen vergleichbar, habe man in der Fachklinik den Therapie-Prozess so optimiert, dass es an den Schnittstellen der Behandlungsübergänge so wenig Reibungsverluste wie möglich gebe.

Josef Dahl, Vorstandschef der Ostharzer Volksbank, kündigte an, dass die „Innova" künftig im Zwei-Jahres-Rhythmus verliehen wird. „Das gibt den Firmen mehr Zeit, die vielen guten Ideen in der Region weiter bis zur Marktreife zu entwickeln." 

Bild: Der Einladung von Hochschule Harz, Ostharzer Volksbank und Volksstimme zur Verleihung des Harzer Innovationspreises folgen gern die Oberhäupter wichtiger Städte der Region. Hier am Tisch von Wirtschaftsmi nister Reiner Haseloff (CDU/Mitte/von links): Hanns-Michael Noll (Blankenburg), Thomas Balcerowski (Thale/beide CDU), Peter Gaffert (Wernigerode/parteilos) und Andreas Flügel (Elbingerode/FDP). 

 

Nach Volksstimme, 08.09.2008, von Tom Koch



 

 

Foto zu Meldung: Haseloff voll des Lobes: Beneidenswerte Region

Diakonie-Krankenhaus Harz gewinnt die Innova 2008

(06.09.2008)

Das Elbingeröder Diakoniekrankenhaus hat gestern Abend den 4. Harzer Innovationspreis gewonnen. Klinik-Geschäftsführer Martin Montowski (3. von links) konnte aus den Händen von Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU/4. von links) die gläserne Innova-Skulptur entgegennehmen. Der bundesweit einmalige Therapieverbund von Vorsorge - Behandlung - Nachsorge hatte die Expertenjury am meisten überzeugt. Unter 14 Bewerbungen aus dem Harzkreis und der Region Aschersleben konnte sich die Oberharzer Suchtklinik erfolgreich durchsetzen. Dazu gab es auch Glückwünsche von den Ausrichtern des Innova-Wettbewerbs Josef Dahl (Ostharzer Volksbank) und Prof. Armin Willingmann (Hochschule Harz) sowie Elke Appelt und Thomas Helmut (beide Volksstimme/von links).

 

Foto: Matthias Bein

 

Volksstimme, 06.09.2008

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Quintett hat Chancen auf die Innova 2008

(30.08.2008)

Der vierte Preisträger der Innova wird am kommenden Freitag gekürt. Kein geringerer als Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Reiner Haseloff wird die gläserne Skulptur dem Sieger des Harzer Innovationspreises 2008 überreichen. Der CDU-Politiker nimmt nach 2006 zum zweiten Mal an dieser Veranstaltung teil. Einmal mehr bietet das Wernigeröder Schloss den passenden Rahmen für die Innova-Gala.
   Die Hochschule Harz, die Ostharzer Volksbank und die Volksstimme haben als Initiatoren des Wettbewerbs erneut Vertreter aus Politik und Verwaltung, vor allem jedoch Repräsentanten von Unternehmen aus der Region eingeladen.
   Die bisherigen festlichen Preisverleihungen boten stets eine gute Gelegenheit zum zwanglosen Meinungsaustausch. Zugleich waren diese drei „Siegerehrungen" ein Beweis dafür, welch kreativer Erfindungsreichtum und wohl kalkulierter unternehmerischer Mut im Harz und seinem Vorland zuhause sind. 
Ein Firmen-Quintett steht im Finale: Corodur Verschleiss-Schutz GmbH aus Thale mit einem speziellen Sinterband, das Diakonie-Krankenhaus Harz aus Elbingerode mit seinem einzigartigen Therapiekonzept für Suchtkranke, die Dr. Ecklebe GmbH aus Reddeber, die ein einmaliges Haustechniksystem steuert, die Firma Thaletec mit neuartigem Wärmetauscher und die Tonfunk-Gruppe aus Ermsleben mit einem multi-funktionalen Datenerfassungsgerät. Wer Innova-Preisträger 2008 ist, lesen Sie genau in einer Woche.

 

Auszug aus Volksstimme, 30.08.2008, von Tom Koch

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Ein Brückenbau für Wege aus der Sucht Diakonie-Krankenhaus Harz

(26.08.2008)

14 Firmen haben sich um die Innova 2008 beworben - fünf Firmen die Finalrunde erreicht. Die Volksstimme stellt die Ideen, Produkte und Verfahren vor, die Chancen auf den Harzer Innovationspreis von Ostharzer Volksbank, Hochschule Harz und Volksstimme haben. Heute: Diakonie-Krankenhaus Harz GmbH aus Elbingerode.
Sucht ist längst kein Phänomen irgendwo am Rand der Gesellschaft. Jeder vierte Deutsche ist süchtig. 20 Millionen Menschen sind nikotinabhängig, rund 25 000 spielsüchtig, die Zahl der Drogenabhängigen beträgt rund 120 000. Die „Deutsche Hauptstelle gegen Suchtgefahren" führt in der 2006-er Statistik auch 2,5 Millionen Deutsche mit Alkoholmissbrauch und 3 Millionen alkoholkranke Menschen auf.

Selbst wenn die Weltgesundheitsorganisation inzwischen nicht mehr von „Sucht", sondern von „Abhängigkeit" spricht - für Betroffene und ihre Angehörigen macht das keinen Unterschied. Ein Spezialist für Suchtkranke ist das Diakonie-Krankenhaus in Elbingerode. Seit 1976 werden im Harz abhängige Menschen behandelt. In diesem Jahr wurde dort das bundesweit erste „Zentrum für Suchtmedizin" gegründet. Krankenhaus-Geschäftsführer Martin Montowski hat sich mit einer Dienstleistung unter der Bezeichnung „Brückenbau" um die Innova beworben.

Suchterkrankungen und deren Therapie verlaufen laut Montowski „nicht linear". Innerhalb der Behandlung könne es zu Rückschlägen, aber ebenso zu Therapiefortschritten kommen. Üblicherweise bedeute jede Veränderung auch einen Wechsel der Einrichtung, eine Veränderung von stationärer über teil-stationärer bis zur ambulanten Behandlung. Jeder Wechsel jedoch, so Montowski, berge die Gefahr von Wartezeiten, Abbruch und Rückfall.

Der Elbingeröder Therapieverbund hingegen biete Suchtkrankenhilfe „aus einer Hand und unter einem Dach, das ist in dieser Form in Deutschland einzigartig", so der Klinik-Chef.

Das umfangreiche Angebot reiche von der Vorbeugung (Präventionsfachstelle), über psychosoziale Beratung, Entzugsbehandlungen, Psychiatrie bis zu verschiedensten Rehabilitationsangeboten. „Mit unserer Betreuungskette von Vorsorge - Behandlung - Nachsorge vermeiden wir unnütze Verschwendungen im sozialmedizinischen und ökonomischen Sinne", schätzt Montowski ein. Dieses Angebot sei für die Sozialkassen kostensenkend und für den Patienten erfolgssteigernd. Suchtkranke seien oftmals nur schwer in der Lage, sich selbst die jeweils angemessene Hilfe zu sichern. Übergänge in der Behandlung erwiesen sich dabei als bürokratisch aufwändig und extrem schwierig, auch weil es dafür unterschiedliche Kostenträger (Versicherer) gibt.

Montowski: „Wenn die Anbieter der Hilfeleistungen genauso einzelwirtschaftlich zersplittert sind wie die Versicherer, erscheint eine lückenlose aufeinander abgestimmte Therapie von vornherein aussichtslos."

Das Diakonie-Krankenhaus habe daher alles in einem Zentrum zusammengefasst, um seinen Patienten einen „Brückenbau" anbieten zu können. Der Geschäftsführer verhehlt dabei nicht, dass sein Unternehmen ein wirtschaftliches Risiko trage, weil auch eine ökonomisch verlustreiche Suchtberatungsstelle unterhalten werde, um den Gesamterfolg der Therapie zu ermöglichen. Blickt Montowski jedoch insgesamt auf die Bilanz, kann er einschätzen, dass die GmbH von 1991 bis 2007 den Umsatz von 3,7 Millionen Euro auf 20 Millionen Euro kräftig habe steigern können. Ebenso eindrucksvoll der Zuwachs beim Personal. Binnen 16 Jahren wurden 230 neue Arbeitsplätze geschaffen, heute hat das Elbingeröder Krankenhaus mehr als 400 Beschäftigte.

Nur fünf Prozent der Suchtkranken begeben sich in eine Therapie. Weitere nachdenklich stimmende Zahlen: Die alkoholbezogenen Krankheitskosten betragen bundesweit jährlich 20 Milliarden Euro. Die Behandlung der Süchtigen hat für die Gesellschaft dennoch laut Studie der Bundesknappschaft einen enormen volkswirtschaftlichen Nutzen. Die Zahl der Klinikaufenthaltsund der Arbeitsunfähigkeitstage sind fünf Jahre nach erfolgreicher Therapie um mehr als 76 bzw. 83 Prozent zurückgegangen. Darum wirbt Martin Montowski für Nachahmer seines „Brückenbaus": „Der ist überall anwendbar."
1991 als GmbH gegründet, Firmensitz Elbingerode; 400 Mitarbeiter haben zuletzt 20 Millionen Euro an Jahresumsatz erwirtschaftet; das Unternehmen aus dem Gesundheitswesen weist ein umfangreiches Leistungsangebot zur Vorbeugung, Beratung, Therapie, Nachsorge von Suchtkranken auf.

 

Von Tom Koch, Volksstimme, 26.08.2008

Rollende Werbung für Elbingeröder Krankenhaus

(27.06.2008)

Seit Anfang Juni trägt ein Linienbus der Wernigeröder Verkehrsbetriebe (WVB) auf seiner Rückseite eine weithin sichtbare Werbung für das Diakonie Krankenhaus Elbingerode. Grundlage dafür ist ein Dreijahres-Vertrag beider Unternehmen. „Es besteht natürlich die Möglichkeit einer Verlängerung", bestätigte WVB Verkehrsmeister Steffen Bieder, der gemeinsam mit Fahrer Marek Cajus aus Benneckenstein, und Gerald Hahne als Verkehrs-Abteilungsleiter zur offiziellen Vorstellung zum Wendeplatz an der Elbingeröder Heinrich-Georg-Neuss-Straße kam. Dort wurden sie von Klaus Harsing, erwartet. Der Pflegedienstleiter des Pflegeverbundes wünschte dem rollenden Botschafter allzeit gute Fahrt. Der Bus wird vorwiegend auf den Oberharzer Straßen zu sehen sein. 

 

Bild: Klaus Harsing übergibt dem Fahrer Marek Cajus einen Gutschein für Massagen und Fangobehandlung. Gerald Hahne und Steffen Bieder freuen sich darüber (von rechts). Foto: Günther Breutel

 

Von Günther Breutel, Volksstimme, 27.06.2008

Foto zu Meldung: Rollende Werbung für Elbingeröder Krankenhaus